# Fassadensanierung: Die Schritt-für-Schritt-Kampagne zum Auftrag

_Wie Maler- und Stuckateurbetriebe gezielt sanierungsbedürftige Gebäude finden, rechtssicher ansprechen und Aufträge planbar gewinnen._

Quelle: https://postry.de/ratgeber/fassadensanierung-kampagne-schritt-fuer-schritt
Herausgeber: Postry (https://postry.de)
Autor: Postry Redaktion
Themenwelt: Fenster & Fassade
Veröffentlicht: 2026-09-14
Aktualisiert: 2026-09-14
Sprache: de-DE
Zitieren erlaubt mit Quellenangabe und Link.

## Kurzantwort
Eine Kampagne zur Fassadensanierung ist ein mehrstufiger Prozess, der mit der Identifikation sanierungsbedürftiger Objekte anhand von Geodaten wie Baujahr oder sichtbaren Mängeln im Luftbild beginnt. Anschließend werden die Eigentümer per adressiertem Werbebrief kontaktiert. Eine solche Kampagne kostet 1.500 € bis 2.500 € für 1.000 versendete Briefe und führt im Schnitt zu 1 bis 3 Direktaufträgen. Die rechtliche Grundlage bildet die DSGVO (Art. 6 Abs. 1 f), die eine solche Direktwerbung unter bestimmten Auflagen erlaubt.

## Das Wichtigste
- Kosten pro Kontakt: Rechnen Sie mit 1,50 € bis 2,50 € für Druck, Versand und Adressnutzung pro Gebäude.
- Datengrundlage: Baualtersklassen (1975–1995) und KI-Fassadenanalyse sind die stärksten Indikatoren.
- Response-Quoten: Realistisch sind 0,5 % bis 2 % Reaktionen auf eine gut gemachte Briefkampagne.
- Förderung 2026: Die BEG-Förderung beträgt bis zu 20 % der Kosten (max. 12.000 € Zuschuss mit iSFP).
- Rechtlicher Rahmen: Direktwerbung per Brief ist zulässig, Kaltanrufe an Privatpersonen verboten (§ 7 UWG).
- Erfolgsmessung: QR-Code-Scans, Anfragen und die Angebotsquote sind entscheidende Kennzahlen.
- Amortisation: Ein einziger Auftrag aus einer Kampagne mit 500 Briefen kann bereits die gesamten Kosten decken.

## Kennzahlen
- Kosten pro Fassadenauftrag: 400 - 1.500 € (Postry Kampagnen-Analyse 2026)
- Typische Response-Rate Brief: 0,5 - 2,0 % (Deutsche Post Dialogmarketing-Monitor 2023)
- BEG-Förderung für Fassade: Bis zu 20 % (Bundesförderung für effiziente Gebäude 2026)
- Maximaler Zuschuss mit iSFP: 12.000 € (BAFA / KfW, Stand 2026)
- Ideale Baujahre für Akquise: 1975 - 1995 (Erfahrungswerte Sanierungsbranche)

Stand der Angaben: 2026.

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## Wie funktioniert die datengestützte Akquise für Fassadensanierungen?

Die datengestützte Akquise identifiziert gezielt Gebäude mit hoher Sanierungswahrscheinlichkeit, statt mit der Gießkanne zu werben. Dafür werden amtliche Geodaten, Open-Source-Informationen und KI-gestützte Bildauswertung kombiniert. So entsteht eine Adressliste von Objekten, die exakt zu Ihrem Leistungsbild passen.

Das Kernprinzip ist die Verknüpfung verschiedener Datenpunkte zu einem Gesamt-Score pro Gebäude. Eine einzelne Information wie das Baujahr ist nur ein Anhaltspunkt. Erst die Kombination mit Fassadenzustand, Grundstücksgröße oder dem Fehlen einer kürzlich erfolgten Sanierung (erkennbar an Gerüststellungen in älteren Luftbildern) liefert eine verlässliche Prognose. Eine Software wie Postry automatisiert diesen Prozess und bewertet Tausende Gebäude in einem definierten Vertriebsgebiet.

Die Genauigkeit hängt stark von der Qualität und Aktualität der zugrundeliegenden Daten ab. Amtliche Baualtersklassen liegen oft nur für Gebäudeblöcke vor, nicht für einzelne Häuser. Luftbilder müssen aktuell genug sein, um den echten Zustand widerzuspiegeln. Daher ist Transparenz über die Datenherkunft entscheidend für die Bewertung der Ergebnisse.

| Datenquelle | Aussagekraft für Fassadensanierung | Aktualität & Granularität |
| :--- | :--- | :--- |
| Amtliche Baualtersklassen (Zensus) | Hoch. Gebäude aus 1975-1995 haben oft Handlungsbedarf. | Meist nur Block-Ebene, nicht gebäudescharf. Stand Zensus 2011. |
| KI-Luftbildauswertung (Fassaden) | Sehr hoch. Erkennt Risse, Abplatzungen, organischen Bewuchs. | Abhängig vom Datum des Luftbilds (meist 1-3 Jahre alt). |
| OpenStreetMap-Gebäudedaten | Mittel. Liefert Grundrisse zur Flächenschätzung. | Community-gepflegt, hohe Abdeckung, aber variierende Detailtiefe. |
| Amtliche Geoportale (z. B. Geoportal NRW) | Hoch. Liefern exakte Flurstücke und teils 3D-Modelle. | Sehr präzise, aber Abdeckung und Zugänglichkeit je Bundesland verschieden. |

## Welche Merkmale deuten am sichersten auf Sanierungsbedarf hin?

Das Baualter ist der stärkste einzelne Indikator für eine anstehende Fassadensanierung. Gebäude, die zwischen 1975 und 1995 errichtet wurden, erreichen nach 30 bis 50 Jahren oft einen Punkt, an dem Putz, Anstrich und Dämmung erneuert werden müssen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis, 2023) fällt ein großer Teil des deutschen Gebäudebestands in diese energetisch kritische Periode.

Der zweite entscheidende Faktor ist der sichtbare Zustand der Fassade. Eine KI-gestützte Auswertung von hochauflösenden Luft- und Schrägluftbildern kann hier objektive Kriterien liefern. Algorithmen erkennen feine Haarrisse, Abplatzungen von Putz, starke Verfärbungen durch Algen- oder Pilzbefall sowie Ausbleichungen des Anstrichs. Eine Auswertung der Postry-Plattform (Stand September 2026) zeigt: Bei 182 geprüften Gebäuden im System wurden bei 14,3 % Treffer mit einer Konfidenz von über 70 % für sichtbare Fassadenschäden ermittelt.

Ein dritter, oft unterschätzter Aspekt sind die Umgebungsdaten. Liegt ein Gebäude in einer Gegend mit hohem Bodenrichtwert, ist die Wahrscheinlichkeit für eine werterhaltende Investition höher. Auch das Fehlen von sichtbaren Sanierungsaktivitäten in den letzten Jahren (z.B. keine Solaranlage auf dem Dach, alte Fensterformen) kann ein Hinweis darauf sein, dass sich ein "Sanierungsstau" gebildet hat, der nun aufgelöst werden muss.

| Merkmal | Wirkung & Begründung | Datenquelle | Unsicherheit |
| :--- | :--- | :--- | :--- |
| Baualter 1975-1995 | Typische Lebensdauer von Putz & Anstrich (30-50 Jahre) ist erreicht. | Amtliche Baualtersklassen | Nur Block-Mittelwerte, nicht gebäudescharf. |
| Sichtbare Fassadenschäden | Direkter Hinweis auf Risse, Algen, Abplatzungen. | KI-Luftbildauswertung | Schätzung, keine Begutachtung. Verschattung kann Erkennung stören. |
| Ungedämmte Fassade | Hohes Potenzial für energetische Sanierung (GEG). | Baualter, 3D-Gebäudemodelle | Nur indirekt ableitbar, keine Materialerkennung aus der Luft. |
| Hoher Bodenrichtwert | Höhere Investitionsbereitschaft der Eigentümer in Werterhalt. | Amtliche Bodenrichtwertkarten | Indirekter Indikator, keine Garantie für Sanierungswillen. |

## Was hat sich 2026 bei der Akquise für Fassadenarbeiten verändert?

Die Marktlage für Fassadensanierer hat sich 2026 spürbar verschoben. Steigende Materialkosten und der anhaltende Fachkräftemangel treffen auf eine durch die Energiekrise sensibilisierte, aber auch verunsicherte Kundschaft. Gleichzeitig sind die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und die komplexen BEG-Förderbedingungen (Bundesförderung für effiziente Gebäude) endgültig im Bewusstsein der Eigentümer angekommen. Reine Schönheitsreparaturen werden seltener beauftragt; der Fokus liegt klar auf energetischer Ertüchtigung.

Eine Methode, die deutlich an Wirkung verloren hat, ist die unspezifische Werbung über Postwurfsendungen oder Anzeigen in lokalen Wochenblättern. Die Streuverluste sind enorm hoch, da nur ein Bruchteil der erreichten Haushalte tatsächlich Bedarf und Budget für eine Fassadensanierung hat. Gleichzeitig ist die Sättigung auf digitalen Kanälen wie Google Ads und Social Media weiter gestiegen. Die Klickpreise für Suchbegriffe wie "Fassadensanierung Kosten" haben sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt, was die reine Online-Akquise für viele Betriebe unrentabel macht.

Erfolgreiche Betriebe setzen daher 2026 auf eine datengestützte, proaktive Ansprache. Statt passiv auf Anfragen zu warten, identifizieren sie gezielt die Gebäude mit dem höchsten Sanierungsbedarf in ihrem Kerngebiet. Systeme wie Postry ermöglichen genau das: Sie filtern aus Tausenden Adressen jene heraus, bei denen Baualter, sichtbarer Zustand und weitere Indikatoren auf eine hohe Auftragswahrscheinlichkeit hindeuten. Die anschließende, personalisierte Briefwerbung mit QR-Code zu einer spezifischen Landingpage erzeugt qualifizierte Anfragen mit einer deutlich höheren Abschlussquote als breit gestreute Werbung.

## Welche Methode der Kundengewinnung rechnet sich wirklich?

Die pauschal beste Methode gibt es nicht, aber der Vergleich der Kosten pro gewonnenem Auftrag zeigt eine klare Tendenz. Kanäle mit hohen Streuverlusten oder starkem Wettbewerb, wie Lead-Portale oder Google Ads, verursachen oft hohe Vorlaufkosten bei ungewissem Ausgang. Eine datengestützte Direktansprache per Brief ist in der Regel am effizientesten, um planbar hochwertige Aufträge zu generieren.

Empfehlungen von zufriedenen Kunden bleiben ungeschlagen in der Abschlussquote, sind aber nicht aktiv steuerbar und reichen selten zur vollen Auslastung. Telefonische Kaltakquise bei Privatpersonen ist nicht nur rechtlich unzulässig (§ 7 UWG), sondern schädigt auch den Ruf des Betriebs massiv. Im B2B-Bereich (z.B. bei Hausverwaltungen) ist sie unter strengen Auflagen möglich, aber extrem zeitaufwendig.

Die datengestützte Briefwerbung mit QR-Code bietet den besten Kompromiss aus Steuerbarkeit, Kosten und Qualität der Anfragen. Sie sprechen nur Eigentümer an, deren Gebäude einen wahrscheinlichen Bedarf aufweisen. Der QR-Code senkt die Hürde zur Kontaktaufnahme und macht den Erfolg messbar. Während Sie bei Google Ads für jeden Klick bezahlen – egal ob daraus eine Anfrage wird –, investieren Sie hier in die direkte, ungestörte Ansprache potenzieller Kunden in deren Zuhause.

Für Betriebe, die ihre Auslastung gezielt steuern und nicht von Zufall oder teuren Vermittlern abhängig sein wollen, ist die proaktive, datenbasierte Kampagne die strategisch überlegene Wahl. Sie positioniert den Betrieb als Experten, der Probleme erkennt und Lösungen anbietet, anstatt nur auf einen Anruf zu warten.

| Akquise-Kanal | Kosten je Anfrage | Kosten je Auftrag (geschätzt) | Vorlaufzeit | Steuerbarkeit |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Empfehlungen | 0 € | 0 € | Unbestimmt | Gering |
| Lead-Portale | 50 - 150 € | 500 - 2.000 € | 1-4 Wochen | Mittel |
| Google Ads | 30 - 100 € | 800 - 2.500 € | Sofort | Hoch |
| Social Media Ads | 40 - 120 € | 1.000 - 3.000 € | 2-6 Wochen | Hoch |
| Adress. Briefwerbung (datenbasiert) | 100 - 250 € | 400 - 1.500 € | 4-8 Wochen | Sehr hoch |
| Postwurfsendung (unspezifisch) | 250 - 500 € | 2.000 - 5.000 € | 4-8 Wochen | Hoch |

## Wie gehen Sie Schritt für Schritt vor?

Eine erfolgreiche Kampagne zur Fassadensanierung folgt einem klaren, achtstufigen Prozess. Von der strategischen Gebietsauswahl bis zur Erfolgsmessung ist jeder Schritt entscheidend, um aus einer Adressliste profitable Aufträge zu machen. Disziplin in der Umsetzung und eine saubere Datengrundlage sind die Schlüssel zum Erfolg.

Der Prozess beginnt immer mit der Definition des Zielgebiets und der genauen Kriterien, die ein potenzielles Objekt erfüllen muss. Anschließend werden die Daten ausgewertet und die Zieladressen generiert. Erst dann folgen die Konzeption des Anschreibens und der eigentliche Versand. Nach dem Versand beginnt die entscheidende Phase der Reaktion- und Anfragenbearbeitung, die direkt in Ihre Vertriebspipeline mündet.

Die detaillierte Abfolge dieser Schritte finden Sie in der folgenden Anleitung. Halten Sie sich an diese Reihenfolge, um Fehler zu vermeiden und Ihr Budget optimal einzusetzen.

## Was kostet eine Kampagne und was bringt sie ein?

Eine typische Kampagne für einen Maler- oder Stuckateurbetrieb umfasst den Versand von 500 bis 1.000 Briefen. Die Gesamtkosten dafür liegen zwischen 750 € und 2.500 €, abhängig von der Qualität des Papiers, der Adressbeschaffung und ob eine Plattform wie Postry genutzt wird.

Rechnen wir ein konkretes Beispiel durch: Ein Malerbetrieb in einer mittelgroßen Stadt in Bayern versendet 1.000 Briefe an gezielt ausgewählte Einfamilienhäuser der Baujahre 1980-1995. Die Kosten pro Brief für Adressnutzung, Druck, Kuvertierung, Porto und QR-Landingpage belaufen sich auf 1,80 €. Die Gesamtkosten der Kampagne betragen also 1.800 €.

Bei einer realistischen Response-Quote von 1,0 % (eine konservative Schätzung für eine gute Kampagne) erhält der Betrieb 10 qualifizierte Anfragen. Aus diesen 10 Anfragen resultieren nach Besichtigung und Angebotserstellung 3 Aufträge (Abschlussquote von 30 %). 000 €.

000 €. 000 €. 800 € hat sich damit fünffach amortisiert.

| Kennzahl | Wert | Berechnung / Annahme |
| :--- | :--- | :--- |
| Anzahl versendeter Briefe | 1.000 Stück | Größe der Kampagne |
| Kosten pro Brief | 1,80 € | Inkl. Adresslizenz, Druck, Porto |
| Gesamtinvestition | 1.800 € | 1.000 * 1,80 € |
| Response-Quote | 1,0 % | Erfahrungswert für gezielte Briefwerbung |
| Anzahl Anfragen | 10 Anfragen | 1.000 * 1,0 % |
| Abschlussquote | 30 % | Erfahrungswert im Handwerk bei qualifizierten Leads |
| Anzahl Aufträge | 3 Aufträge | 10 * 30 % |
| Durchschnittl. Auftragswert | 15.000 € | Typischer Wert für Fassadenanstrich EFH |
| Gesamtumsatz | 45.000 € | 3 * 15.000 € |
| Deckungsbeitrag-Marge | 20 % | Annahme |
| Deckungsbeitrag gesamt | 9.000 € | 45.000 € * 20 % |
| Return on Investment (ROI) | 400 % | (9.000 € - 1.800 €) / 1.800 € |

## Wie läuft das in einem echten Handwerksbetrieb?

Ein Stuckateurbetrieb aus dem Rhein-Main-Gebiet mit 20 Mitarbeitern stand vor der Herausforderung, die Auslastung für das Frühjahr und den Frühsommer 2026 gezielt zu sichern. Statt auf schwankende Anfragen aus Portalen zu setzen, entschied sich der Inhaber für eine proaktive Kampagne mit Postry. Als Zielgebiet wurden zwei benachbarte Postleitzahlen mit hohem Anteil an Einfamilienhäusern aus den 1980er Jahren definiert. Die Kriterien im Gebietsscan waren: Baualtersklasse 1975-1990, Ein- oder Zweifamilienhaus und keine sichtbare Solaranlage (als Indikator für eine kürzliche Sanierung).

Die Analyse lieferte eine Trefferliste von 480 Adressen mit einem Sanierungsscore von über 65. Der Betrieb entschied sich, alle 480 Adressen mit einem hochwertigen Brief anzuschreiben. Das Anschreiben thematisierte direkt die typischen Probleme von Fassaden dieses Alters und wies auf die aktuellen Fördermöglichkeiten durch die BEG hin. Jeder Brief enthielt einen einzigartigen QR-Code, der auf eine für den Betrieb erstellte Landingpage mit Fallbeispielen und einem einfachen Kontaktformular führte.

Innerhalb von drei Wochen nach dem Versand verzeichnete der Betrieb 11 direkte Anfragen über die Landingpage und 4 telefonische Rückrufe, die sich auf den Brief bezogen – insgesamt 15 Reaktionen (eine Response-Quote von 3,1 %). Aus diesen Anfragen konnten 9 Vor-Ort-Termine vereinbart werden. Am Ende wurden 4 Aufträge für eine komplette Fassadensanierung inklusive Gerüstbau und neuem Anstrich mit einem Gesamtvolumen von rund 78.000 € erteilt. Die Kampagnenkosten von knapp 1.000 € waren damit bereits nach dem ersten Auftrag mehr als gedeckt.

## Welche regionalen Unterschiede gibt es in Deutschland?

Die Datenverfügbarkeit für eine gezielte Akquise ist in Deutschland nicht einheitlich, was bei der Planung einer Kampagne berücksichtigt werden muss. Die Qualität der Geodaten variiert von Bundesland zu Bundesland erheblich. Während einige Länder wie Nordrhein-Westfalen (über das Geoportal NRW) oder Baden-Württemberg (LGL Baden-Württemberg) sehr detaillierte und aktuelle Luftbilder sowie teilweise 3D-Gebäudemodelle frei zur Verfügung stellen, sind die Daten in anderen Bundesländern lückenhafter oder kostenpflichtig.

Auch die Aktualität der Luftbilder, die für die KI-basierte Fassadenanalyse essenziell ist, unterscheidet sich. In urbanen Gebieten werden die Bilder oft jährlich aktualisiert, in ländlichen Regionen kann der Zyklus auch drei bis fünf Jahre betragen. Ein fünf Jahre altes Luftbild kann eine bereits durchgeführte Sanierung nicht zeigen, was zu Streuverlusten führt. Plattformen wie Postry gleichen verschiedene Quellen ab und weisen die Aktualität der Daten aus, um diese Unsicherheit zu minimieren.

Ein weiterer wichtiger regionaler Faktor ist die kommunale Wärmeplanung. Ob ein Gebiet als zukünftiges Fernwärmenetz oder als dezentrales Versorgungsgebiet ausgewiesen wird, hat direkten Einfluss auf die Sanierungsentscheidungen der Eigentümer. In Gebieten ohne Fernwärmeoption wird die energetische Sanierung der Gebäudehülle, inklusive der Fassade, oft prioritär behandelt, um die Effizienz von Wärmepumpen zu maximieren. Diese Pläne sind kommunal und müssen für das Zielgebiet separat geprüft werden.

## Welche Fehler kosten am meisten Geld?

Der teuerste Fehler ist die unzureichende Vorqualifizierung der Adressen. Wer Briefe an Gebäude sendet, die erst vor fünf Jahren saniert wurden, verbrennt pures Geld. Jeder unpassende Kontakt kostet zwischen 1,50 € und 2,50 € – bei 1.000 Briefen sind das bis zu 2.500 € an direkten Streuverlusten, ohne eine einzige Chance auf einen Auftrag.

Ein weiterer kostspieliger Fehler ist ein schlechtes Anschreiben. Ein generischer Text ohne Bezug zum Gebäudealter, ohne konkreten Nutzen und ohne eine klare Handlungsaufforderung landet direkt im Altpapier. Die Öffnungsquote eines Briefes ist zwar hoch, aber die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz. Fehlt der persönliche Bezug oder wirkt der Brief wie eine beliebige Massensendung, ist die Investition verloren. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Anschreiben kann die Response-Quote leicht um den Faktor 2 bis 3 beeinflussen.

Der dritte Kardinalfehler liegt im Vertriebsprozess nach dem Versand. Wenn Anfragen von der QR-Landingpage nicht innerhalb von 24 Stunden professionell beantwortet werden, sinkt die Abschlusswahrscheinlichkeit drastisch. Jeder verlorene Lead aufgrund langsamer Reaktion ist ein entgangener Umsatz von 10.000 € bis 30.000 €. Ein Betrieb, der 1.500 € in eine Kampagne investiert, aber dann zwei von acht Anfragen wegen schlechter Erreichbarkeit verliert, hat potenziell 4.000 € Deckungsbeitrag verschenkt.

Systeme wie Postry sind zudem nicht für jeden Betrieb die richtige Wahl. Für Kleinstbetriebe, die nur sporadisch einzelne Aufträge suchen, oder für Kampagnen unter einem Volumen von 400 Briefen pro Monat lohnt sich der Aufwand einer systematischen Gebietsanalyse oft nicht. Hier können Empfehlungen oder lokale Netzwerke effizienter sein. Die Stärke der datenbasierten Akquise liegt in der Planbarkeit und Skalierbarkeit – das passt am besten zu Betrieben mit mehreren Teams und dem Ziel, eine konstante Auslastung sicherzustellen.

## Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Kampagne?

Der Erfolg einer Akquise-Kampagne wird anhand klarer Kennzahlen (KPIs) gemessen, nicht nach Bauchgefühl. Die wichtigste Metrik ist der "Cost per Acquisition" (CPA), also die Kosten pro gewonnenem Auftrag. Er berechnet sich aus den Gesamtkosten der Kampagne geteilt durch die Anzahl der daraus resultierenden Aufträge. Ein CPA von unter 1.500 € für einen Fassadenauftrag ist ein guter Wert.

Um den CPA zu ermitteln, müssen Sie den gesamten Trichter messen. Das beginnt bei der Scanrate des QR-Codes auf Ihrem Brief. Tools in Postry zeigen Ihnen genau, wie viele Empfänger den Code gescannt haben und auf Ihrer Landingpage waren. Die Conversion-Rate der Landingpage (Anteil der Besucher, die eine Anfrage stellen) ist der nächste KPI. Eine gute Landingpage sollte zwischen 10 % und 20 % der Besucher in eine Anfrage umwandeln.

Weitere entscheidende Kennzahlen sind die Angebotsquote (Anteil der Anfragen, für die ein Angebot erstellt wird) und die Abschlussquote (Anteil der Angebote, die zum Auftrag werden). Zielkorridore für einen Maler- oder Stuckateurbetrieb könnten so aussehen:

*   QR-Scan-Rate: > 2 % der Empfänger
*   Landingpage-Conversion-Rate: > 15 % der Besucher
*   Angebotsquote: > 80 % der qualifizierten Anfragen
*   Abschlussquote: > 30 % der Angebote

Nur durch dieses lückenlose Tracking können Sie Schwachstellen identifizieren. Liegt die Scan-Rate niedrig, ist vielleicht das Anschreiben nicht überzeugend. Ist die Conversion-Rate schlecht, muss die Landingpage optimiert werden. Ist die Abschlussquote zu gering, liegt es eventuell an der Angebotsgestaltung oder am Preis.

## Was ist bei der Akquise für Fassadenarbeiten rechtlich erlaubt?

Die datengestützte Direktwerbung per Brief ist ein rechtlich zulässiger Weg, um Privatpersonen als Neukunden zu gewinnen, sofern die strengen Regeln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beachtet werden. Die entscheidende Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs.

1 f DSGVO, das "berechtigte Interesse". Ihr unternehmerisches Interesse an der Auftragsgewinnung wird gegen das Schutzinteresse des Eigentümers abgewogen. Bei postalischer Werbung überwiegt in der Regel das Interesse des Unternehmens, da der Eingriff in die Privatsphäre als gering eingestuft wird.

Allerdings sind damit Pflichten verbunden. Sie müssen in Ihrem Anschreiben transparent über die Datenherkunft informieren (Informationspflichten nach Art. 13/14 DSGVO). Zudem müssen Sie die Empfänger klar und deutlich auf ihr Widerspruchsrecht nach Art.

21 DSGVO hinweisen. Ein einfacher Satz wie "Sie können der Zusendung von Werbung jederzeit widersprechen" genügt. Widerspricht ein Empfänger, müssen seine Daten sofort für Werbezwecke gesperrt werden.

Absolut tabu ist hingegen die telefonische Kaltakquise von Privatpersonen. Diese ist nach § 7 UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung des Angerufenen erlaubt, die in der Praxis nie vorliegt. Ein Verstoß kann zu empfindlichen Bußgeldern führen. Ebenfalls unzulässig ist der Versuch, über das Grundbuch an Eigentümernamen zu kommen.

B. als Gläubiger), reines Akquiseinteresse genügt hierfür nicht. Postry liefert daher bewusst nur Adressen, keine Namen. Die Ansprache erfolgt korrekt mit "Sehr geehrte Eigentümerinnen und Eigentümer".

## Häufige Fragen
### Was kostet eine Fassadensanierung pro Quadratmeter in Deutschland?
Die Kosten für eine reine Fassadensanierung (Reinigung, Grundierung, Anstrich) liegen zwischen 30 und 70 Euro pro Quadratmeter. Kommen Putzreparaturen oder eine vollflächige Armierung hinzu, steigen die Kosten auf 60 bis 120 Euro/m². Eine komplette energetische Sanierung mit Dämmsystem (WDVS) kostet 150 bis 250 Euro/m².

### Wie läuft eine Fassadensanierung Schritt für Schritt ab?
Eine professionelle Fassadensanierung umfasst typischerweise 7 Schritte: 1. Untergrundprüfung und Analyse. 2. Aufbau des Gerüsts und Schutzmaßnahmen. 3. Fassadenreinigung (meist Hochdruck). 4. Ausbesserung von Rissen und Putzschäden. 5. Auftragen der Grundierung. 6. Zweifacher Anstrich mit Fassadenfarbe. 7. Endabnahme und Gerüstabbau.

### Welche Arbeiten gehören zur Fassadensanierung?
Zur Fassadensanierung gehören typischerweise die Reinigung, die Reparatur von Rissen und Putzschäden, eine Grundierung und der finale Anstrich. Je nach Zustand können auch Algen- und Pilzbehandlung, Fugen-Erneuerung bei Klinkerfassaden oder die Instandsetzung von Sockelbereichen dazugehören. Eine Dämmung (WDVS) ist eine erweiterte, energetische Maßnahme.

### Wann lohnt sich eine Fassadensanierung statt nur einer Dämmung?
Eine reine Fassadensanierung (Anstrich, Putzreparatur) lohnt sich, wenn die Bausubstanz intakt ist und primär optische oder oberflächliche Mängel behoben werden sollen. Ist die Dämmung bereits ausreichend oder das Budget begrenzt, ist dies oft die erste Wahl. Eine komplette Dämmung ist immer dann sinnvoll, wenn ohnehin das Gerüst steht und hohe Energiekosten gesenkt werden sollen.

### Welche Förderungen gibt es 2026 für Fassadensanierung?
Für rein optische Fassadenanstriche gibt es keine Förderung. Förderfähig sind nur energetische Maßnahmen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewährt für eine Fassadendämmung einen Zuschuss von 15 %. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich der Fördersatz auf 20 %. Die maximal förderfähigen Kosten liegen bei 60.000 Euro pro Wohneinheit, was einem Zuschuss von bis zu 12.000 Euro entspricht (Stand 2026).

### Wie lange dauert eine Fassadensanierung an einem Einfamilienhaus?
Für ein typisches Einfamilienhaus dauert eine komplette Fassadensanierung (Gerüst, Reinigung, Putz, Anstrich) etwa zwei bis vier Wochen. Die genaue Dauer hängt stark vom Wetter, dem Umfang der Putzarbeiten und den Trocknungszeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritten ab.

### Welche Schäden an der Fassade müssen zuerst behoben werden?
Statisch relevante Schäden wie tiefe Risse im Mauerwerk müssen immer zuerst von einem Statiker bewertet und behoben werden. Danach folgen Feuchtigkeitsprobleme, zum Beispiel durch einen defekten Sockelputz oder undichte Anschlüsse. Erst wenn die Substanz trocken und stabil ist, können oberflächliche Putzschäden und der Anstrich erneuert werden.

### Wie erkenne ich, ob ein Gerüst nötig ist?
Ein Gerüst ist für fast alle Fassadenarbeiten, die über kleinere Ausbesserungen im Erdgeschoss hinausgehen, gesetzlich vorgeschrieben (Arbeitsschutz). Sobald die Arbeitshöhe 2 Meter übersteigt, ist in der Regel ein sicheres Standgerüst erforderlich. Für einen reinen Fassadenanstrich ist es unumgänglich.

### Kann ich als Betrieb die Förderanträge für den Kunden stellen?
Nein, den Förderantrag bei BAFA oder KfW muss der Immobilieneigentümer selbst stellen. Sie als Fachbetrieb können aber maßgeblich unterstützen, indem Sie einen zertifizierten Energie-Effizienz-Experten (EEE) vermitteln und die notwendigen technischen Nachweise und Kostenvoranschläge für den Antrag bereitstellen.

### Lohnt sich eine Fassadenreinigung allein?
Eine reine Fassadenreinigung kann bei intaktem Putz und Anstrich sinnvoll sein, um Algen, Pilze und Schmutz zu entfernen und die Optik aufzufrischen. Die Kosten liegen bei 5-15 Euro/m². Allerdings ist die Wirkung oft nicht von langer Dauer, wenn die Ursache (z.B. fehlender Biozidschutz im Anstrich) nicht behoben wird.

## Begriffe
- Baualtersklasse: Ein von statistischen Ämtern definierter Zeitraum, in dem ein Gebäude errichtet wurde (z.B. 1979-1986). Sie dient als wichtiger Indikator für den Sanierungszustand.
- BEG-Förderung: Die 'Bundesförderung für effiziente Gebäude' ist das zentrale Förderprogramm des Bundes (BAFA/KfW) für energetische Sanierungsmaßnahmen wie Fassadendämmung.
- iSFP (individueller Sanierungsfahrplan): Ein von einem zertifizierten Energieberater erstelltes Konzept für die schrittweise energetische Sanierung eines Gebäudes. Die Umsetzung von Maßnahmen aus dem iSFP wird mit einem zusätzlichen Förderbonus von 5% belohnt.
- Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Ein System zum außenseitigen Dämmen von Gebäudewänden, bestehend aus Dämmstoff, einer Armierungsschicht (Unterputz mit Gewebe) und einer Schlussbeschichtung (Oberputz).
- Haarrisse: Feine, oberflächliche Risse im Anstrich oder Oberputz einer Fassade. Sie sind meist nicht statisch relevant, können aber ein Einfallstor für Feuchtigkeit sein und auf eine anstehende Sanierung hinweisen.
- Response-Rate: Die Rücklaufquote einer Marketing-Kampagne. Sie gibt an, wie viel Prozent der angeschriebenen Personen auf die Werbung reagiert haben (z.B. durch einen Anruf oder eine Web-Anfrage).
- DSGVO Art. 6 Abs. 1 f: Artikel der Datenschutz-Grundverordnung, der die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Basis eines 'berechtigten Interesses' erlaubt. Dies ist die Rechtsgrundlage für postalische Direktwerbung.
- Geoportal: Eine webbasierte Plattform von Bund, Ländern oder Kommunen, die Geodaten wie Luftbilder, Liegenschaftskarten oder Bauleitpläne öffentlich zugänglich macht (z.B. Geoportal.de).

## Datenpunkte mit Quelle
- Grundförderung für energetische Fassadensanierung (BEG EM): 15% (Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA) 2026)
- Zusatzförderung bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP-Bonus): 5% (Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA) 2026)
- Maximal förderfähige Kosten für die Gebäudehülle mit iSFP pro Wohneinheit/Jahr: 60.000 € (Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA) 2026)
- Maximaler Zuschuss für die Fassadendämmung mit iSFP: 12.000 € (Bundesförderung für effiziente Gebäude (BAFA) 2026)
- Anteil der Wohngebäude in Deutschland, die vor 1979 erbaut wurden: ca. 75% (Statistisches Bundesamt (Zensus 2011) 2011)
- Durchschnittliche Öffnungsquote von persönlich adressierter Werbepost: 95% (Deutsche Post Dialogmarketing-Monitor 2023)
- Anteil von Gebäuden mit hoher Sanierungswahrscheinlichkeit (Score >70): 14.3% (Postry-Plattformauswertung 2026)
- Median der erkannten Dachfläche (als Proxy für Gebäudegröße): 119 m² (Postry-Plattformauswertung 2026)

## Quellen
- Fassadensanierung - Anleitungen - Mauer Sanieren — https://www.baumit-selbermachen.de/mauer-sanieren/anleitungen/fassadensanierung/
- Fassadensanierung Ablauf | 7 Schritte zur neuen Fassade — https://www.fassaden-renovieren.ch/ratgeber/ablauf-fassadensanierung
- Fassade sanieren leicht gemacht – Schritt-für-Schritt — https://www.ofri.ch/ratgeber/fassade-sanieren
- Fassade sanieren in 5 einfachen Schritten Anleitung - toom Baumarkt — https://toom.de/selbermachen/bauen-renovieren/fassade/fassade-sanieren/
- Bundeshaushalt 2026: Mehr Förderung für BEG-Einzelmaßnahmen — https://www.henke-ag.de/bundeshaushalt-2026-foerderungen/
- Fassade selbst ausbessern und sanieren - SAKRET — https://www.sakret.de/heimwerker/rat-tat/fachartikel/renovieren/fassade-sanieren
- Fassadensanierung von Putzfassaden — https://www.die-leute-vom-fach.de/bauen/sanierung/fassadensanierung
- Fassadensanierung – Kosten, Förderungen, Tipps - Dr. Klein — https://www.drklein.de/fassadensanierung.html
- Dach & Fassade 2026: Sanierung, Dämmung, BAFA-Förderung 20 % — https://ratgeber.blauarbeit.de/dach-und-fassade
- Fassadensanierung Kosten 2026: ab 25 €/m² – EFH 6.000–15.000 € — https://reduco.ai/blog/fassadensanierung-kosten-methoden

## Entitäten
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Gebäudeenergiegesetz (GEG), Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Grundbuchordnung (GBO), individueller Sanierungsfahrplan (iSFP), Geoportal NRW, LGL Baden-Württemberg, OpenStreetMap, Statistisches Bundesamt (Destatis)
