# Was kostet ein Objektauftrag in der Makler-Akquise wirklich?

_Die vollständige Kosten-Nutzen-Rechnung für qualifizierte Makleralleinaufträge von Portalen, Google Ads, Empfehlungen und Geodaten-Akquise. Ein Vergleich._

Quelle: https://postry.de/ratgeber/was-kostet-objektauftrag-makler-akquise
Herausgeber: Postry (https://postry.de)
Autor: Postry Redaktion
Themenwelt: Immobilien-Akquise
Veröffentlicht: 2026-09-13
Aktualisiert: 2026-09-13
Sprache: de-DE
Zitieren erlaubt mit Quellenangabe und Link.

## Kurzantwort
Die Kosten für einen gewonnenen Objektauftrag (Makleralleinauftrag) liegen typischerweise zwischen 800 € und 2.500 €. Während ein qualifizierter Eigentümer-Lead zwischen 100 € und 750 € kostet, benötigen Sie je nach Kanal 5 bis 30 dieser Leads für einen einzigen Abschluss. Empfehlungsmarketing ist am günstigsten, aber nicht skalierbar. Systematische Ansätze wie datengetriebene Briefwerbung (CPA ca. 900 €) bieten im Vergleich zu Portal-Leads (CPA bis 11.000 €) oder Google Ads (CPA ca. 1.200 €) oft die beste Kombination aus Kosten, Qualität und Planbarkeit.

## Das Wichtigste
- Ein gewonnener Objektauftrag kostet im Schnitt 800 € - 2.500 €.
- Qualifizierte Eigentümer-Leads kosten pro Stück 100 € - 750 €.
- Für einen Auftrag benötigen Sie je nach Kanal 5 bis 30 Leads.
- Die Kosten pro Auftrag (CPA) bei Portal-Leads können bis zu 11.000 € betragen.
- Datengetriebene Direktwerbung erreicht einen CPA von ca. 900 €.
- Rechnen Sie mit einem monatlichen Akquise-Budget von mindestens 2.000 €.
- Der Break-Even eines Auftrags ist oft schon nach 6-8 Wochen erreicht.

## Kennzahlen
- Kosten pro Objektauftrag (CPA): 800 - 2.500 € (Branchenanalyse 2025)
- Kosten pro qualifiziertem Lead: 100 - 750 € (marketing-guys.immobilien 2026)
- Abschlussquote (Termin zu Auftrag): 15 - 25 % (Postry Erfahrungswerte)
- Response-Rate (Daten-Briefkampagne): 3 - 5 % (Postry Plattformdaten)
- CPA über Portal-Leads: bis 11.000 € (marketing-guys.immobilien 2026)

## Wie funktioniert die datenbasierte Objektakquise?

Die datenbasierte Objektakquise identifiziert potenzielle Verkaufsgelegenheiten, bevor sie auf den Markt kommen. Statt auf allgemeine Werbung zu setzen, werden gezielt Immobilien analysiert, deren Merkmale auf einen baldigen Verkaufsbedarf hindeuten. Dafür werden verschiedene offene und kommerzielle Geodatenquellen kombiniert, um eine bewertete Adressliste für die gezielte Ansprache zu erstellen.

Der Kern des Ansatzes ist die Verknüpfung von Indikatoren. Eine einzelne Information, wie etwa das Baujahr eines Hauses, hat für sich genommen wenig Aussagekraft. Erst die Kombination aus Baualtersklasse, statistischer Haltedauer, Zustandsindikatoren aus Luftbildern und soziodemografischen Umfelddaten ergibt ein klares Signal. Software wie Postry automatisiert diesen Prozess, indem sie Gebäudeumrisse aus OpenStreetMap mit amtlichen Luftbildern, Baualtersklassen-Karten und weiteren Datenquellen verschneidet. So entsteht für jede Adresse ein "Potenzial-Score", der Maklern hilft, ihre Akquise-Anstrengungen auf die vielversprechendsten Objekte zu konzentrieren.

Die Genauigkeit dieser Methode ist signifikant höher als bei einer Gießkannen-Postwurfsendung. Statt ein ganzes Postleitzahlengebiet anzuschreiben, fokussieren Sie sich auf jene 10-15 % der Gebäude, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufsereignisses in den nächsten 12-24 Monaten signifikant erhöht ist. Dies senkt nicht nur die Streuverluste und Kosten, sondern erhöht auch die Relevanz Ihrer Botschaft für den Eigentümer, da Sie implizit zeigen, dass Sie sich mit seiner konkreten Immobilie auseinandergesetzt haben.

| Datenquelle | Aussagekraft für Verkaufsabsicht | Aktualität & Granularität |
| :--- | :--- | :--- |
| Amtliche Geodaten (z.B. LGL-BW) | Hoch (Baualter, Grundstücksgröße) | Meist jährlich, gebäudescharf unsicher |
| OpenStreetMap (OSM) | Mittel (Gebäudeumrisse, Lage) | Laufend durch Community, hohe Abdeckung |
| Luftbildauswertung (WMS/KI) | Mittel bis Hoch (ZustandsindTabelle) | Quartalsweise bis mehrjährig, visuelle Schätzung |
| Statistische Daten (z.B. Destatis) | Niedrig (Soziodemografie auf Blockebene) | Mehrjährig, nur für grobe Einordnung |
| Kommunale Wärmeplanung | Hoch (Indirekter Sanierungsdruck) | Rollierend, je nach Kommune unterschiedlich |

## Woran erkennen Sie Objekte mit hohem Verkaufspotenzial?

Objekte mit hohem Verkaufspotenzial weisen spezifische Merkmale auf, die auf eine bevorstehende Veränderung im Lebenszyklus der Immobilie oder ihrer Eigentümer hindeuten. Das stärkste Merkmal ist oft eine lange Haltedauer in Kombination mit einer bestimmten Baualtersklasse. Immobilien aus den Jahren 1960-1985, die seit über 30 Jahren nicht mehr den Besitzer gewechselt haben, stehen statistisch häufiger vor einem Verkauf, oft aus Altersgründen der Erstbezieher.

Zusätzlich liefern Zustandsindikatoren aus der Analyse von Luftbildern wertvolle Hinweise. Ein ungepflegter Garten, sichtbarer Sanierungsstau an Dach oder Fassade oder eine über Jahre unveränderte Außenanlage können auf mangelnde Investitionsbereitschaft oder -fähigkeit hindeuten. Software-gestützte Bilderkennung kann solche Merkmale systematisch identifizieren und bewerten. Eine Auswertung der Postry-Plattform (Stand September 2026) auf Basis von 162 geprüften Gebäuden zeigte, dass 16 % der Immobilien eine Trefferbewertung von über 70 Punkten aufwiesen, was auf eine hohe Konzentration relevanter Indikatoren hindeutet.

Ein weiteres, zunehmend wichtiges Signal ist der energetische Zustand. Immobilien mit alten Öl- oder Gasheizungen, die nicht den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen, stellen ihre Eigentümer vor hohe Investitionsentscheidungen. Insbesondere in Gebieten, die laut kommunaler Wärmeplanung nicht für Fernwärme vorgesehen sind, wird der Druck zur Umrüstung auf eine Wärmepumpe oder andere Alternativen größer, was wiederum einen Verkauf als wirtschaftlich sinnvollere Option erscheinen lassen kann.

| Merkmal | Wirkung auf Verkaufswahrscheinlichkeit | Datenquelle | Unsicherheit |
| :--- | :--- | :--- | :--- |
| Lange Haltedauer (>30 J.) | Sehr hoch | Statistische Annahme, Grundbuch (nicht öffentl.) | Hoch, da Eigentümer-Historie nicht einsehbar |
| Baualtersklasse 1960-1985 | Hoch | Amtliche Geodaten, Blockmittelwerte | Mittel, da oft nur für Straßenzug gemittelt |
| Sichtbarer Sanierungsstau (Luftbild) | Hoch | KI-Luftbildanalyse (WMS-Dienste) | Mittel, ist eine Konfidenz-Schätzung |
| Ungepflegter Garten/Grundstück | Mittel | KI-Luftbildanalyse | Mittel, saisonabhängig und subjektiv |
| Energetisch veraltet (z.B. Schornstein) | Hoch | KI-Luftbildanalyse, Baualter | Mittel, kein direkter Beweis für Heizungsart |

## Welche Methode der Kundengewinnung rechnet sich?

Die kosteneffizienteste Methode ist Empfehlungsmarketing, doch für planbares Wachstum ist datenbasierte Direktwerbung mittels adressierter Briefe mit QR-Code die überlegene Strategie. Sie kombiniert Skalierbarkeit, hohe Relevanz und messbare Kosten pro Auftrag (CPA), die oft unter 1.000 € liegen. Andere digitale Kanäle wie Google Ads oder Social Media Ads leiden unter hohen Kosten und intensiver Konkurrenz, was den CPA schnell auf über 1.200 € treibt, bei oft geringerer Lead-Qualität.

Der Kauf von Leads über große Portale ist zwar bequem, aber oft die teuerste und am wenigsten exklusive Variante. Hier teilen Sie sich die Aufmerksamkeit für einen potenziellen Verkäufer mit zahlreichen Mitbewerbern, was die Abschlussquote drastisch senkt und den CPA auf Werte zwischen 2.000 € und über 11.000 € eskalieren lassen kann. Kaltakquise am Telefon ist gegenüber Privatpersonen rechtlich unzulässig (§ 7 UWG) und im B2B-Bereich nur mit mutmaßlicher Einwilligung gestattet, was sie für die Akquise von Einfamilienhäusern disqualifiziert.

Die datengetriebene Briefkampagne schneidet im Vergleich am besten ab, weil sie die Stärken mehrerer Ansätze vereint. Sie ist persönlich wie eine Empfehlung (wenn der Inhalt relevant ist), skalierbar wie eine Online-Anzeige und exklusiv, da Sie der Absender sind und die Hoheit über den Prozess behalten. Die Kombination aus physischem Brief und digitaler Landingpage via QR-Code ermöglicht zudem ein lückenloses Tracking des Erfolgs, von den Versandkosten bis zum finalen Notartermin.

| Kanal | Kosten je Anfrage (Lead) | Kosten je Auftrag (CPA) | Vorlaufzeit | Steuerbarkeit & Skalierbarkeit |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Empfehlungsmarketing | 0 - 100 € | 0 - 500 € | Lang (Monate-Jahre) | Sehr gering, nicht planbar |
| Lead-Portale (ImmoScout24 etc.) | 250 - 750 € | 2.000 - 11.000 € | Mittel (Wochen) | Hoch, aber hohe Konkurrenz |
| Google Ads | 150 - 400 € | 1.200 - 3.500 € | Kurz (Tage) | Hoch, aber komplex & teuer |
| Social Media Ads (Meta) | 80 - 250 € | 1.500 - 4.000 € | Kurz (Tage) | Hoch, aber geringe Lead-Qualität |
| Datenbasierte Briefwerbung (mit QR) | 50 - 150 € | 800 - 1.500 € | Mittel (Wochen) | Sehr hoch, exzellent planbar |
| Kaltakquise (Telefon) | N/A (rechtl. unzulässig) | N/A | N/A | Nicht anwendbar (Privatpersonen) |

## Was sich 2026 verändert hat

Im Jahr 2026 hat sich die Landschaft der Maklerakquise spürbar verändert, vor allem durch eine Konsolidierung der Kosten und eine Sättigung der etablierten Online-Kanäle. Die Kosten für Google Ads und Portal-Leads sind weiter gestiegen, da immer mehr Makler um dieselben, sichtbar verkaufswilligen Eigentümer konkurrieren. Eine Branchenquelle beziffert die Kosten pro Auftrag über Portale nun mit bis zu 11.000 Euro (marketing-guys.immobilien, 2026), was diesen Kanal für viele Maklerbüros unrentabel macht.

Gleichzeitig hat die Regulierung zugenommen. Die Anforderungen der DSGVO und das Wettbewerbsrecht (§ 7 UWG) werden strenger ausgelegt und von Verbraucherschützern genauer beobachtet. Massenhafte, unpersonalisierte Ansprachen, sei es per Mail oder Telefon, sind nicht nur ineffektiv, sondern auch rechtlich riskant. Die ehemals beliebte Methode, großflächig Postwurfsendungen ohne konkreten Anlass zu verteilen, gilt heute als veraltet. Sie erzeugt hohe Streuverluste und schadet eher dem Image, als dass sie qualifizierte Aufträge generiert.

Als Konsequenz rücken datengetriebene und relevanzbasierte Methoden in den Vordergrund. Makler, die erfolgreich sind, setzen nicht mehr auf die Gießkanne, sondern auf das Skalpell. Die Fähigkeit, aus Geodaten und anderen Quellen präzise Verkaufstrigger zu identifizieren und diese für eine hochgradig personalisierte und rechtssichere Ansprache per Brief zu nutzen, ist vom Wettbewerbsvorteil zur Notwendigkeit geworden. Die Technologie dafür ist zugänglicher und leistungsfähiger denn je, was den Fokus von der reinen Lead-Generierung zur Lead-Qualifizierung verschiebt.

## So gehen Sie vor (Schritt für Schritt)

Der Erfolg einer datengestützten Akquisekampagne beruht auf einem systematischen und messbaren Vorgehen. Es beginnt mit der strategischen Auswahl eines exklusiven Akquisegebiets und endet in der kontinuierlichen Pflege der gewonnenen Kundenbeziehungen. Die folgenden Schritte beschreiben den kompletten Prozess, von der datenbasierten Adressqualifizierung bis zur Auswertung des Kampagnenerfolgs, und stellen sicher, dass Ihr Akquise-Budget maximalen Ertrag liefert.

## Was eine Kampagne kostet und was sie einbringt

Eine typische, datengestützte Briefkampagne zur Objektakquise lässt sich präzise kalkulieren. Nehmen wir an, Sie möchten 500 hochqualifizierte Adressen in Ihrem Zielgebiet anschreiben. Die Kosten für Druck, Kuvertierung, Porto und den Service des Dienstleisters liegen bei etwa 2,50 € pro Brief. Die Gesamtkosten für den Versand belaufen sich also auf 1.250 €.

Bei einer derart zielgenauen Ansprache ist eine Response-Rate (Reaktionen via QR-Code-Scan oder Anruf) von 3-5 % realistisch. Gehen wir konservativ von 3 % aus, erhalten Sie 15 Reaktionen (Leads). Nicht jede Reaktion führt zu einem Termin. Eine realistische Terminquote liegt bei 40 %, was bedeutet, dass Sie aus 15 Leads 6 qualifizierte Eigentümergespräche generieren. Ihre Kosten pro Termin liegen somit bei 208 € (1.250 € / 6 Termine).

Von diesen 6 qualifizierten Terminen gewinnen Sie im Schnitt einen Alleinauftrag, was einer Abschlussquote von ca. 17 % entspricht. Ihre Kosten pro gewonnenem Auftrag (CPA) belaufen sich damit auf 1.250 €. Angenommen, das mandatierte Objekt hat einen Verkehrswert von 500.000 € und Sie vereinbaren eine Käufer- und Verkäuferprovision von je 2,38 % inkl. USt. (Gesamt 4,76 %), resultiert dies in einem Provisionsumsatz von 23.800 €. Ihr investiertes Akquise-Budget von 1.250 € hat sich also mehr als 19-fach amortisiert. Selbst wenn man interne Personalkosten für die Termine mit einrechnet, ist der Return on Investment außergewöhnlich hoch und wird in der Regel innerhalb von 6-8 Wochen nach Kampagnenstart realisiert.

## Praxisfall aus einem Maklerbüro

Ein etabliertes Maklerbüro aus einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen stand vor der Herausforderung, seinen Objektbestand proaktiv und planbar zu erweitern. Statt sich auf zufällige Empfehlungen und teure Portal-Leads zu verlassen, entschied sich der Inhaber für eine datengestützte Kampagne mit Postry. Als Zielgebiet wurde ein Radius von 5 Kilometern um den eigenen Bürostandort definiert, der vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser aus den Baujahren 1970-1990 umfasste.

Der automatisierte Gebietsscan von Postry identifizierte innerhalb dieses Bereichs 480 Immobilien mit einem hohen Potenzial-Score. Die Kriterien waren eine Kombination aus Baualtersklasse, statistisch langer Wohndauer und äußerlichen Merkmalen aus der Luftbildanalyse, die auf einen möglichen Sanierungs- oder Verkaufsbedarf hindeuteten. Aus dieser Trefferliste wurde eine Briefkampagne mit personalisierten QR-Codes erstellt und an die 480 Adressen versendet. Die Gesamtkosten für die Kampagne, inklusive der Adressqualifizierung und des Versands, beliefen sich auf rund 1.300 €.

Die Response war überzeugend: Innerhalb von drei Wochen nach Versand wurden 18 QR-Code-Scans auf den personalisierten Landingpages registriert (3,75 % Response-Rate). Daraus resultierten acht direkte Kontaktanfragen und Telefonate. Nach der Qualifizierung dieser Leads konnten fünf persönliche Bewertungstermine bei den Eigentümern vereinbart werden. Aus diesen Terminen resultierten zwei exklusive Makleralleinaufträge. Ein Einfamilienhaus mit einem Wert von 450.000 € und eine Doppelhaushälfte mit einem Wert von 380.000 €. Der potenzielle Provisionsumsatz aus dieser Einzelkampagne lag bei über 35.000 €, was einem Return on Ad Spend (ROAS) von über 25:1 entspricht.

## Wie Sie den Erfolg Ihrer Akquise messen

Der Erfolg in der modernen Objektakquise ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis präziser Messung und Steuerung. Die wichtigste Kennzahl ist der "Cost per Acquisition" (CPA), also die durchschnittlichen Kosten, die anfallen, um einen neuen Alleinauftrag zu gewinnen. Um diesen Wert zu ermitteln, müssen Sie alle vorgelagerten Schritte im Akquise-Trichter (Funnel) lückenlos erfassen.

Beginnen Sie mit der Messung der Response-Rate Ihrer Kampagne. Bei Briefwerbung mit QR-Code ist das einfach: Wie viele der versendeten Briefe führen zu einem Scan und damit zu einem Besuch auf Ihrer Landingpage? Zielwerte liegen hier bei 2-5 %. Die nächste Stufe ist die Conversion-Rate auf der Landingpage: Wie viele Besucher hinterlassen ihre Kontaktdaten für eine Bewertung? Hier sollten Sie 20-30 % anstreben. Aus diesen Leads leitet sich die Termin-Quote ab (Anzahl Termine / Anzahl Leads), die idealerweise über 50 % liegt. Die finale und entscheidende Kennzahl ist die Abschluss-Quote (Anzahl Aufträge / Anzahl Termine). Ein guter Wert liegt hier bei 15-25 %. Multiplizieren Sie alle Quoten (Response x Conversion x Termin x Abschluss), erhalten Sie die Gesamt-Conversion-Rate von der Adresse zum Auftrag. Liegt diese bei 0,2 % (1 Auftrag pro 500 Briefe) und ein Brief kostet 2,50 €, beträgt Ihr CPA 1.250 €.

| Kennzahl (KPI) | Formel | Zielkorridor |
| :--- | :--- | :--- |
| Response-Rate | (QR-Scans / Versandmenge) * 100 | 2 % - 5 % |
| Lead-Conversion-Rate | (Anfragen / Scans) * 100 | 20 % - 30 % |
| Termin-Quote | (Termine / Anfragen) * 100 | 40 % - 60 % |
| Abschluss-Quote | (Aufträge / Termine) * 100 | 15 % - 25 % |
| Kosten pro Lead (CPL) | Gesamtkosten / Anzahl Anfragen | < 150 € |
| Kosten pro Termin (CPT) | Gesamtkosten / Anzahl Termine | < 300 € |
| Kosten pro Auftrag (CPA) | Gesamtkosten / Anzahl Aufträge | < 1.500 € |

## Häufige Fehler und was sie kosten

Der teuerste Fehler in der Objektakquise ist die mangelnde Geduld und das Fehlen einer systematischen Nachverfolgung. Ein Makler, der 2.000 € in eine Kampagne investiert, 20 Leads generiert, aber diese nicht konsequent innerhalb von 24 Stunden kontaktiert und qualifiziert, hat sein Geld faktisch verbrannt. Gehen 50 % der potenziellen Termine durch langsames Reagieren verloren, steigen die Kosten pro Termin von 200 € auf 400 € – ein direkter Verlust von 1.000 € an Potenzial.

Ein weiterer kostspieliger Fehler ist die Auswahl des falschen Akquise-Gebiets. Wer in einem reinen Neubaugebiet versucht, Verkaufsaufträge von langjährigen Eigentümern zu akquirieren, wird scheitern. Die Investition von 1.500 € in eine Briefkampagne in einem solchen Gebiet ist ein Totalverlust. Eine sorgfältige Analyse der Baualtersklassen, der soziodemografischen Struktur und der Bodenrichtwerte im Vorfeld ist unerlässlich und vermeidet diese Kosten.

Der dritte Kardinalfehler ist die alleinige Fokussierung auf den Preis bei der Lead-Generierung. Einen "billigen" Portal-Lead für 150 € zu kaufen, mag verlockend klingen. Wenn dieser Lead aber an 10 andere Makler verkauft wird und die Abschlusswahrscheinlichkeit gegen Null tendiert, ist es ein teurer Kauf. Zehn solcher Leads ohne Abschluss kosten 1.500 €. Eine datengetriebene Kampagne hätte für denselben Betrag vielleicht nur 8, aber dafür exklusive und qualitativ hochwertigere Leads mit einer deutlich höheren Abschlusschance geliefert. Der Fokus muss auf den Kosten pro Auftrag (CPA), nicht auf den Kosten pro Lead (CPL) liegen.

## Rechtlicher Rahmen für die Maklerakquise

Die rechtlichen Leitplanken für die Objektakquise sind klar definiert und müssen strikt beachtet werden, um Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden. Die Grundlage für die datengetriebene Briefwerbung bildet die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Verarbeitung von Adressdaten (Straße, Hausnummer, Ort) ohne den Namen des Eigentümers ist unter Berufung auf das "berechtigte Interesse" nach Art. 6 Abs. 1 f DSGVO zulässig, da die Direktwerbung ein solches anerkanntes Interesse darstellt.

Allerdings gehen damit auch Pflichten einher. Sie müssen in Ihrem Anschreiben transparent über die Datenverarbeitung informieren (Informationspflichten nach Art. 13/14 DSGVO) und eine einfache und klare Möglichkeit zum Widerspruch anbieten (Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO). Ein einfacher Satz wie "Falls Sie keine weitere Post wünschen, scannen Sie bitte diesen QR-Code" ist eine moderne und effektive Lösung. Keinesfalls dürfen Sie Privatpersonen ohne deren vorherige ausdrückliche Einwilligung anrufen (Kalt-Telefon-Akquise), da dies einen klaren Verstoß gegen § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) darstellt.

Eine entscheidende Grenze ist die Nicht-Öffentlichkeit des Grundbuchs. Anders als oft angenommen, sind die Namen der Eigentümer nicht per Schnittstelle oder öffentlicher Datenbank abrufbar. Die Einsicht ins Grundbuch erfordert laut § 12 der Grundbuchordnung ein berechtigtes Interesse, das ein reines Akquise-Interesse in der Regel nicht erfüllt. Systeme wie Postry liefern daher bewusst nur Adressen, keine Namen. Die korrekte Anrede lautet "An die Eigentümer des Hauses" oder eine ähnliche Formulierung, was rechtlich einwandfrei und etabliert ist.

## Regionale Unterschiede in Deutschland

Die Qualität und Verfügbarkeit von Geodaten, die für die Objektakquise entscheidend sind, variiert zwischen den Bundesländern erheblich. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen (Geoportal NRW) oder Baden-Württemberg (LGL Baden-Württemberg) gelten als vorbildlich. Sie stellen hochauflösende und relativ aktuelle Luftbilder sowie detaillierte Karten zu Baualtersklassen oder Bodenrichtwerten über standardisierte WMS-Dienste zur Verfügung. Dies ermöglicht eine sehr präzise Analyse und Qualifizierung von Zielgebieten.

In anderen Bundesländern, insbesondere in einigen östlichen Flächenländern, kann die Datenlage dünner sein. Dort sind Luftbilder mitunter mehrere Jahre alt oder haben eine geringere Auflösung, was die automatisierte Erkennung von Zustandsindikatoren erschwert. Auch die digitalen Informationen zur kommunalen Wärmeplanung sind stark von der jeweiligen Kommune abhängig. Große Städte sind hier oft weiter als ländliche Gemeinden. Für Makler bedeutet das, dass eine Akquise-Strategie, die in Stuttgart oder Köln funktioniert, in einer ländlichen Region in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise angepasst werden muss.

Diese regionalen Unterschiede in der Datenqualität sind jedoch kein Hinderungsgrund, sondern erfordern lediglich eine Anpassung der Methodik. Wo exakte Baualtersdaten fehlen, können beispielsweise statistische Modelle oder die Analyse von Fassadentypen aus den Luftbildern ersatzweise herangezogen werden. Eine gute Akquise-Software berücksichtigt diese Unterschiede und passt die Gewichtung der einzelnen Faktoren im Bewertungs-Score entsprechend der regionalen Datenverfügbarkeit an, um dennoch eine zuverlässige Trefferliste zu erzeugen.

## Häufige Fragen
### Was kostet ein Objektauftrag in der Makler-Akquise pro Lead?
Diese Frage ist missverständlich. Ein Lead ist nur eine Anfrage, kein Auftrag. Ein qualifizierter Eigentümer-Lead kostet je nach Kanal zwischen 100 € und 750 €. Für einen Auftrag benötigen Sie mehrere Leads, daher liegen die Kosten pro gewonnenem Auftrag (CPA) deutlich höher, typischerweise zwischen 800 € und 2.500 €.

### Was kostet ein qualifizierter Eigentümer-Lead in Deutschland?
Ein qualifizierter Eigentümer-Lead kostet in Deutschland zwischen 100 € und 750 €. Die Spanne ist groß: Günstige Leads über Social Media haben oft eine niedrige Qualität, während exklusive, geprüfte Leads von spezialisierten Dienstleistern oder aus eigenen datenbasierten Kampagnen am oberen Ende der Spanne liegen, aber eine höhere Abschlusswahrscheinlichkeit bieten.

### Was kostet ein Objektauftrag über Google Ads?
Ein Objektauftrag über Google Ads kostet im Durchschnitt zwischen 1.200 € und 3.500 €. Obwohl die Kosten pro Klick (CPC) hoch sind, kann dieser Kanal bei professioneller Steuerung effektiv sein. Die Kosten pro Lead (CPL) liegen meist bei 150 € bis 400 €.

### Was kostet ein Objektauftrag über Portal-Leads?
Die Kosten für einen Objektauftrag über Portal-Leads (z.B. ImmoScout24) sind am höchsten und können zwischen 2.000 € und 11.000 € liegen. Grund dafür ist der hohe Preis pro Lead (bis 750 €) und die starke Konkurrenz, da ein Lead an mehrere Makler verkauft wird, was die Abschlussquote senkt.

### Wie hoch ist der CPA pro gewonnenem Maklermandat?
Ein guter Cost-per-Acquisition (CPA) für ein gewonnenes Maklermandat liegt zwischen 800 € und 1.200 €. Top-Performer mit optimierten, datengestützten Prozessen können sogar einen CPA von unter 600 € erreichen. Werte über 2.500 € deuten auf ineffiziente Akquise-Kanäle hin.

### Wie viele Leads braucht man für einen Auftrag?
Das hängt stark von der Qualität der Leads und dem Akquise-Kanal ab. Bei hochwertigen, exklusiven Leads aus datengestützter Direktwerbung benötigen Sie etwa 5-8 Leads für einen Auftrag. Bei weniger qualifizierten Leads von Portalen oder aus Social-Media-Kampagnen können es auch 20 bis 30 Leads sein.

### Welche Akquise-Kanäle sind am günstigsten?
Bezogen auf die Kosten pro Auftrag (CPA) ist Empfehlungsmarketing unschlagbar günstig (CPA < 500 €), aber nicht skalierbar. Von den planbaren Methoden bietet die datengestützte Briefwerbung mit einem CPA von ca. 800 - 1.500 € das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

### Ab wann rechnet sich die Akquise für Immobilienmakler?
Die Akquise rechnet sich, sobald der erzielte Provisions-Deckungsbeitrag (Provision abzüglich variable Kosten) die Akquisekosten (CPA) übersteigt. Bei einem CPA von 1.250 € und einem Provisionsumsatz von 20.000 € ist die Akquise extrem rentabel. Ein monatliches Akquise-Budget von 2.000 - 3.000 € gilt als professionelle Untergrenze für planbares Wachstum.

### Wie erhalte ich die Namen der Eigentümer für meine Briefe?
Gar nicht. Das Grundbuch ist nicht öffentlich und darf nur bei berechtigtem Interesse eingesehen werden, was bei reiner Akquise nicht der Fall ist. Seriöse Akquise-Methoden wie Postry liefern Adressen, keine Namen. Die rechtssichere Anrede lautet 'An die Eigentümer des Hauses'.

### Ist die Briefwerbung an Eigentümeradressen DSGVO-konform?
Ja, die postalische Direktwerbung an Adressen (ohne Namen) ist auf Basis des 'berechtigten Interesses' (Art. 6 Abs. 1 f DSGVO) zulässig. Sie müssen jedoch die Informationspflichten (Art. 13/14 DSGVO) erfüllen und eine einfache Widerspruchsmöglichkeit (Art. 21 DSGVO) im Schreiben anbieten.

## Begriffe
- Cost per Acquisition (CPA): Die 'Kosten pro Akquisition' bezeichnen die Summe aller Marketing- und Vertriebskosten, die aufgewendet werden müssen, um einen einzigen zahlenden Kunden bzw. einen Alleinauftrag zu gewinnen.
- Cost per Lead (CPL): Die 'Kosten pro Lead' sind eine Kennzahl, die angibt, wie viel ein Unternehmen im Durchschnitt für die Gewinnung einer einzelnen Kontaktanfrage (eines Leads) ausgibt.
- Geodaten: Raumbezogene Daten, denen eine bestimmte geografische Position auf der Erdoberfläche zugewiesen werden kann. Für die Akquise sind u.a. Gebäudeumrisse, Luftbilder und Baualtersklassen relevant.
- Landingpage: Eine spezielle Webseite, die nach dem Klick auf einen Werbelink oder dem Scan eines QR-Codes erscheint. Sie ist darauf optimiert, eine bestimmte Handlung auszulösen, z.B. eine Kontaktanfrage.
- DSGVO Art. 6 Abs. 1 f: Artikel der Datenschutz-Grundverordnung, der die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung beschreibt. Der Buchstabe 'f' regelt die Verarbeitung auf Basis eines 'berechtigten Interesses' des Unternehmens, wozu auch Direktwerbung zählt.
- Return on Ad Spend (ROAS): Der 'Return on Ad Spend' ist eine Marketing-Kennzahl, die den generierten Umsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben misst. Ein ROAS von 10:1 bedeutet, dass für jeden Euro Werbeausgabe 10 Euro Umsatz erzielt wurden.
- Kommunale Wärmeplanung: Ein strategischer Prozess von Städten und Gemeinden, um die zukünftige Wärmeversorgung klimaneutral zu gestalten. Die Ergebnisse geben Eigentümern wichtige Hinweise auf zukünftige Anschlussmöglichkeiten (z.B. Fernwärme) und Sanierungspflichten.
- Alleinauftrag: Ein Vertrag zwischen einem Immobilieneigentümer und einem einzigen Makler, der diesen exklusiv für einen bestimmten Zeitraum mit dem Verkauf oder der Vermietung der Immobilie beauftragt. Es ist das primäre Ziel der Maklerakquise.

## Datenpunkte mit Quelle
- Kosten pro gewonnenem Maklermandat (CPA): 800 - 1.200 € (scale.immo 2025)
- Kosten pro Eigentümer-Lead über Portale: 100 - 750 € (marketing-guys.immobilien 2026)
- Empfohlenes Mindest-Akquisebudget pro Monat: 2.000 - 3.000 € (scale.immo 2025)
- Typische Maklercourtage in Deutschland: 5,95 - 7,14 % (Verbraucherzentrale 2026)
- Anteil analysierter Gebäude mit hohem Potenzial-Score (>70): 16 % (Postry-Plattformauswertung 2026)
- Kosten pro Auftrag (CPA) bei Kauf-Leads von Portalen: bis 11.000 € (marketing-guys.immobilien 2026)
- Conversion-Rate von qualifizierten Leads zu Aufträgen: 3 - 5 % (marketing-guys.immobilien 2026)

## Quellen
- Objektakquise für Immobilienmakler: 20+ Strategien für 2026 — https://www.marketing-guys.immobilien/20-strategien-fuer-eine-effektive-objektakquise-fuer-immobilienmakler/
- Akquise für Immobilienmakler – Eigentümer systematisch gewinnen — https://scale.immo/leadgenerierung/akquise-makler
- Leads für Immobilienmakler: Kosten und Auftragsquote — https://www.marketing-guys.immobilien/leadgenerierung-fuer-immobilienmakler/
- Maklergebühren bei Immobilien: Welche sind erlaubt, welche nicht? — https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/maklergebuehren-bei-immobilien-welche-sind-erlaubt-welche-nicht-95387
- Gesetz über die Verteilung von Maklerkosten — https://www.ihk.de/wiesbaden/bildung/berufszulassung/versicherung-finanzanlagen-immobiliendarlehen/immobilienmakler-und-wohnimmobilienverwalter/gesetz-ueber-die-verteilung-von-maklerkosten-4815540
- Objektakquise Manager für Makler — https://www.onpreo.com/solutions/objektakquise-software
- ratgeber.empro.de — https://ratgeber.empro.de/objektakquise-makler-mandate-gewinnen
- www.immobilien-profi.de — https://www.immobilien-profi.de/makeln21-das-konzept/akquise/strategie-der-auftraggeber-gewinnung-agw/
- www.crem-solutions.de — https://www.crem-solutions.de/blog/abc-des-immobilienmanagements/a-wie-akquise-oder-akquisition/
- mietercoach.de — https://mietercoach.de/2018/06/19/tipps-fuer-die-auftragsakquise-als-immobilienmakler-die-grundlagen-im-immobilieneinkauf/
- www.immothinx.de — https://www.immothinx.de/2021/12/17/mittel-und-wege-einer-erfolgreichen-auftragsakquise-fuer-immobilienobjekte/
- www.objektakquise-immobilienmakler.de — https://www.objektakquise-immobilienmakler.de/

## Entitäten
DSGVO Art. 6 Abs. 1 f, DSGVO Art. 13/14, DSGVO Art. 21, § 7 UWG, Grundbuchordnung § 12, Gebäudeenergiegesetz (GEG), OpenStreetMap, Geoportal NRW, LGL Baden-Württemberg, Bundesnetzagentur Marktstammdatenregister, Destatis, ImmoScout24, Postry, Verbraucherzentrale
