
Inhaltsverzeichnis · 12 Abschnitte
- Welche Software eignet sich am besten für die Immobilienakquise?
- Welche Funktionen bringen Eigentümerkontakte und Alleinaufträge?
- Was kostet Immobilienakquise-Software für ein Maklerbüro?
- So rechnen Sie 250 Briefe vollständig durch
- Welche Methode der Kundengewinnung rechnet sich wirklich?
- Wie testen und messen Sie den Weg zum Alleinauftrag?
- Rechenbeispiel: Vom Brief zum bezahlten Verkauf
- Drei simulierte Fehlerfälle machen Verluste sichtbar
- Was ist bei Eigentümeransprache und regionalen Daten rechtlich erlaubt?
- Was sich 2026 verändert hat
- Transparenzhinweis im Überblick
- Grenzen von Postry
Stand der Angaben: 2026.
Welche Software eignet sich am besten für die Immobilienakquise?
Für Maklerbüros mit vorhandenen Eigentümerkontakten ist zuerst ein CRM die richtige Wahl, das Kontaktverläufe und Wiedervorlagen bis zum Alleinauftrag abbildet. Fehlen solche Kontakte, brauchen Sie zuerst eine belegbare Kontaktquelle: Eine Software zur Mandatsbearbeitung allein erzeugt keine Verkaufsabsicht.
Entscheidend ist die Trennung zwischen Kontaktgewinnung und Mandatsbearbeitung. Ein CRM verarbeitet bereits erfasste Informationen, beispielsweise Objektbezug, Gesprächsstand und gewünschten Verkaufszeitpunkt; seine Aussagekraft hängt davon ab, wann und durch wen diese Angaben bestätigt wurden. Eine Portalanfrage kann dagegen einen neuen Kontakt liefern, muss aber nach Anfrageart unterschieden werden: Ein Kaufinteressent ist kein Verkäuferkontakt, und eine Eigentümeranfrage ist noch kein Alleinauftrag.
Ein Bewertungsformular liefert selbst angegebene Objektdaten und einen Anlass für ein Gespräch über den Immobilienwert. Prüfen Sie jedoch getrennt, ob die Person tatsächlich Eigentümer ist, einen Verkauf erwägt und eine Kontaktaufnahme wünscht. Der Wunsch nach einer Preiseinschätzung kann ebenso der privaten Vermögensübersicht dienen; er belegt weder einen Verkaufszeitpunkt noch die Bereitschaft zur Beauftragung eines Maklers.
Gebäudedaten helfen dabei, Wunschlagen und passende Objektarten einzugrenzen, liefern aber keine bestätigte Verkaufsabsicht. Baualtersklassen, Gebäudegeometrien oder geschätzte Wohneinheiten sind Auswahlmerkmale, keine Eigentümerkontakte; auch das Datum der Datenerhebung gehört deshalb in die Prüfung. Die Auswertungslogik sollte diese Ebenen auseinanderhalten: Ein passendes Gebäude wird erst durch zusätzliche, zulässig erhobene Informationen zu einem belastbaren Akquiseansatz.
43,1 Millionen Wohnungen und rund 20 Millionen Gebäude mit Wohnraum beschreibt das Statistische Bundesamt (Destatis) für den Zensus 2022, Veröffentlichung 2024. Diese Größen bilden den Marktbestand ab, ausdrücklich nicht die Zahl erreichbarer Verkäufer. Wohnungen sind außerdem nicht mit Eigentümern gleichzusetzen: Ein Eigentümer kann mehrere Einheiten halten, während ein Gebäude mehreren Eigentümern gehören kann.
Für die redaktionelle Bewertung gewichten wir die belegbare Gewinnung neuer Eigentümerkontakte mit 30 %, die Nachverfolgung bis zum Alleinauftrag mit 25 % und die Datenqualität einschließlich Herkunft und Aktualität mit 20 %. Weitere 15 % entfallen auf Datenschutz und Kontaktdokumentation, 10 % auf Gesamtkosten und Einführungsaufwand. Das sind redaktionelle Prioritäten, keine gemessenen Leistungswerte; ohne einheitlichen Anbietertest vergeben wir keine Rangplätze.
Für Ihre Vorauswahl bedeutet das: Lassen Sie sich für jede angebotene Kontaktquelle Herkunft, Anfrageart und Erhebungszeitpunkt zeigen. Bei einem CRM prüfen Sie stattdessen anhand eines vorhandenen Eigentümerkontakts, ob Gesprächsverlauf, nächste Aufgabe und Mandatsstatus nachvollziehbar zusammengeführt werden. So kaufen Sie die Funktion, die Ihrem Büro tatsächlich fehlt, statt Kontaktmangel mit zusätzlicher Verwaltungssoftware zu beantworten.
Welche Funktionen bringen Eigentümerkontakte und Alleinaufträge?
Für Eigentümerkontakte benötigen Sie eine nachvollziehbare Kontaktquelle; für Alleinaufträge müssen Bewertung, Kontaktprotokoll und Wiedervorlage den Weg zum Mandatsgespräch unterstützen. Prüfen Sie onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro deshalb anhand derselben 5 Prüfpunkte, statt eine lange Funktionsliste mit tatsächlicher Verkäuferakquise gleichzusetzen.
Lassen Sie jeden Anbieter einen identischen, fiktiven Eigentümerkontakt vom Eingang einer Bewertungsanfrage bis zur Wiedervorlage bearbeiten. Im Prüfpunkt Eigentümer-Leads muss sichtbar werden, ob die Software Kontakte selbst vermittelt, über ein kostenpflichtiges Zusatzprodukt gewinnt oder lediglich importiert. Bei der Bewertung prüfen Sie Datenherkunft, Bewertungsdatum und Ergebnisdarstellung; ein Formular zur Wertermittlung ist noch keine belastbare Immobilienbewertung.
Bei der Leadverwaltung verlangen Sie getrennte Felder für Eigentümerstatus, Objektbezug und Verkaufszeitplan. Das Kontaktprotokoll muss Gesprächsergebnisse und Kontaktversuche nachvollziehbar zuordnen; die Wiedervorlage sollte Verantwortlichkeit, Termin und Erledigungsstatus abbilden. Als ausdrücklich gesetzte Testvorgabe verwenden Sie eine Rückrufaufgabe nach 7 Tagen und prüfen anschließend, ob sie beim zuständigen Mitarbeiter erscheint.
Für onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro liegen im bereitgestellten Recherchematerial keine direkten Anbieterbelege zu diesen fünf Funktionen vor. Der Prüfstatus lautet deshalb bei jedem der vier Anbieter für Eigentümer-Leads, Bewertung, Leadverwaltung, Kontaktprotokoll und Wiedervorlage jeweils „ungeprüft“. Das bedeutet keinen Funktionsmangel, sondern eine offene Nachweisfrage; dokumentieren Sie im Vergleich je Funktion Anbieterquelle, Tarif, Prüfdatum und gegebenenfalls Zusatzkosten.
| Merkmal | Wirkung | Datenquelle | Aktualität | Unsicherheit |
|---|---|---|---|---|
| Erklärte Verkaufsabsicht | Anlass für ein Mandatsgespräch | Dokumentierte Eigentümeraussage | Gesprächsdatum festhalten | Zeitplan und Beauftragung bleiben offen |
| Bewertungsanfrage | Einstieg in die Qualifizierung | Bewertungsformular mit Herkunftsnachweis | Eingangsdatum festhalten | Kann reine Preisorientierung sein |
| Bestandskontakt | Ansatz für erneute Ansprache | Eigenes CRM und Kontaktverlauf | Letzten Kontakt prüfen | Früheres Interesse kann erloschen sein |
| Leerstand | Anlass für weitere Objektprüfung | Amtliche Statistik oder verifizierte Objektinformation | Erhebungsstichtag prüfen | Kein Nachweis einer Verkaufsabsicht |
| Gebäudemerkmal | Auswahl passender Objektsegmente | Geoportal oder dokumentierte Gebäudedaten | Aufnahmejahr prüfen | Zustand und Eigentümermotiv bleiben unklar |
Rund 1,9 Millionen leer stehende Wohnungen und eine Leerstandsquote von 4,3 % nennt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Zensus 2022, veröffentlicht 2024. Diese Bestandszahlen beschreiben den Wohnungsmarkt, identifizieren jedoch weder einzelne verkaufsbereite Eigentümer noch unmittelbar gewinnbare Alleinaufträge. Auch ein augenscheinlich unbewohntes Gebäude braucht eine gesonderte Prüfung.
Geben Sie im Funktionsvergleich dokumentierter Verkaufsabsicht Vorrang vor einem bloßen Gebäudesignal. Entscheidend ist, ob Ihr Büro aus einem Kontakt einen begründeten nächsten Schritt ableiten kann: Bei einer Bewertungsanfrage ist das zunächst die Klärung von Eigentümerstellung und Verkaufszeitplan, nicht automatisch die Vorlage eines Alleinauftrags.
Was kostet Immobilienakquise-Software für ein Maklerbüro?
Für vollwertige Makler-CRM-Systeme nennt Vestonaut 2026 einen Marktkorridor von 69 bis 99 € je Nutzer und Monat, meist zuzüglich Umsatzsteuer und möglicher Einrichtungsgebühren. Ergänzende Briefakquise kostet nach dem bereitgestellten Preisverzeichnis ab 349 € monatlich für 100 Briefe; für eine Kampagne mit 250 Briefen ist das Profi-Paket mit 699 € günstiger als Start samt Zusatzbriefen.
Die übermittelten Einzelpreise für onOffice, Propstack und FLOWFACT stammen aus Vergleichsseiten und bleiben ohne Prüfung beim Anbieter unbestätigte Recherchehinweise. Für Empro liegt ebenfalls kein geprüfter Direktpreis vor. Die Tabelle weist deshalb Vertragslücken ausdrücklich aus: „ungeklärt“ bedeutet weder kostenlos noch enthalten.
| Anbieter beziehungsweise Paket | Monatspreis | Einrichtung | Mindestlaufzeit | Nutzerlimit | Umsatzsteuer |
|---|---|---|---|---|---|
| onOffice | Direktpreis ungeprüft | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| Propstack | Direktpreis ungeprüft | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| FLOWFACT | Direktpreis ungeprüft | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| Empro | Direktpreis ungeprüft | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| Briefakquise Start | 349 €/100 Briefe | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| Briefakquise Profi | 699 €/250 Briefe | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
| Briefakquise Enterprise | 1.499 €/600 Briefe | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt | Ungeklärt |
Die Briefpreise stammen aus dem bereitgestellten Preisverzeichnis; ein datierter Anbieterabruf und eine eindeutige Netto-/Bruttokennzeichnung liegen dafür nicht vor. Zusätzliche Immobilienbriefe kosten im Start-Paket 3,70 €, im Profi-Paket 3,20 € und im Enterprise-Paket 2,70 € je Brief. Ein Monatspreis belegt keine monatliche Kündbarkeit.
So rechnen Sie 250 Briefe vollständig durch
Rechenbeispiel: Sie versenden innerhalb eines Abrechnungsmonats 250 Immobilienbriefe und bewerten zunächst ausschließlich die ausgewiesenen Paket- und Versandpositionen. Start kostet dafür 349 € + 150 × 3,70 € = 904 €, entsprechend 3,616 € je versendetem Brief. Profi kostet 699 € + 0 Zusatzbriefe = 699 €, entsprechend 2,796 € je Brief und 205 € weniger als Start.
Enterprise kostet bei derselben Versandmenge 1.499 €, entsprechend 5,996 € je tatsächlich versendetem Brief; 350 enthaltene Briefe bleiben ungenutzt. Ob ungenutztes Volumen übertragbar ist, muss vertraglich geklärt werden. Für diese einzelne Monatskampagne ist Profi deshalb die günstigste ausgewiesene Paketwahl, kein Beleg für die niedrigsten Gesamtkosten jedes Büros.
Für Ihr vollständiges Kampagnenbudget addieren Sie zum Paketpreis die belegten CRM-Kosten sowie Einrichtung, interne Arbeitszeit und gegebenenfalls weitere vereinbarte Leistungen. Umsatzsteuer darf erst nach Klärung der Preisauszeichnung hinzugerechnet oder als enthalten behandelt werden. Verlangen Sie vor Vertragsabschluss ein Angebot für Ihre tatsächliche Nutzerzahl und Versandmenge einschließlich Mindestlaufzeit; erst damit wird aus dem Preisvergleich eine belastbare Budgetentscheidung.
Welche Methode der Kundengewinnung rechnet sich wirklich?
Bei vorhandenen Eigentümerkontakten ist Bestandsbearbeitung die erste Wahl, bei Zeitdruck ein geprüftes Leadportal und beim langfristigen Gebietsaufbau eine messbare Briefkampagne mit QR-Code. Entscheidend sind die Gesamtkosten je gewonnenem Alleinauftrag: Im nachstehenden Rechenbeispiel ergeben 899 € Aufwand bei 5 qualifizierten Anfragen und 1 Alleinauftrag genau 899 € je Alleinauftrag.
Eine qualifizierte Anfrage setzt einen bestätigten Eigentümerkontakt, ein passendes Objekt im Geschäftsgebiet und einen konkret besprochenen Verkaufswunsch voraus. Ein QR-Scan oder ein ausgefülltes Bewertungsformular allein genügt dafür nicht. Für die Kanalrechnung bezeichnet K sämtliche zurechenbaren Kosten einschließlich Arbeitszeit, Q die qualifizierten Anfragen und A die unterschriebenen Alleinaufträge; bei null Ergebnissen ist kein sinnvoller Stückkostenwert berechenbar.
| Kanal | Kosten je qualifizierter Anfrage | Kosten je Alleinauftrag | Vorlauf | Steuerbarkeit und Messbedarf |
|---|---|---|---|---|
| Leadportal | K / Q; Dubletten ausschließen | K / A; geteilte Leads kennzeichnen | Lieferbeginn vertraglich prüfen | Gebiet und Budget wählbar; Exklusivität prüfen |
| Google Ads | K / Q; Anzeigen und Betreuung einrechnen | K / A; Herkunft im CRM sichern | Einrichtung und Lernphase messen | Suchbegriffe steuerbar; regionale Nachfrage begrenzt |
| Social Ads | K / Q; Gestaltung einrechnen | K / A; Verkaufswunsch nachprüfen | Testphase bis zu qualifizierten Kontakten messen | Budget steuerbar; Kontaktqualität offen |
| Telefonansprache mit Einwilligung | K / Q; Gesprächszeit erfassen | K / A; Nachfasszeit einbeziehen | Abhängig von erlaubter Kontaktbasis | Wiedervorlagen steuerbar; Einwilligung dokumentieren |
| Empfehlung / Bestandsbearbeitung | K / Q; Betreuungszeit berücksichtigen | K / A; Zuordnung dokumentieren | Vom Verkaufsanlass abhängig | Beziehung pflegbar; Empfehlungsmenge kaum planbar |
| Adressierte Briefwerbung mit QR-Code | K / Q; Versand und Bearbeitung einrechnen | K / A; spätere Abschlüsse zuordnen | Versand plus Reaktionszeit messen | Gebiet und Menge steuerbar; Rücklauf offen |
Belastbare, einheitlich definierte Kanalkosten fehlen in der vorliegenden Datenbasis; die Tabelle nennt deshalb Formeln statt vermeintlicher Marktpreise. Der Deutsche Post Dialogmarketing-Monitor 2024 bietet Marktkontext zur Dialogwerbung, aber keinen hier verwendbaren Kostenbeleg für qualifizierte Verkäuferanfragen oder Alleinaufträge. Kalte Privatkundenanrufe ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung scheiden nach § 7 UWG aus.
Das Rechenbeispiel unterstellt 899 € Gesamtkosten einschließlich bewerteter Arbeitszeit, 5 qualifizierte Anfragen, 3 wahrgenommene Termine und 1 unterschriebenen Alleinauftrag. Daraus folgen 179,80 € je Anfrage, rund 299,67 € je Termin und 899 € je Alleinauftrag; dies sind Annahmen, keine gemessenen Kanalwerte. Wirtschaftlich trägt die Kampagne erst, wenn tatsächlich realisierter Deckungsbeitrag ihre Kosten übersteigt: Der Alleinauftrag allein ist noch kein Provisionserlös.
Bearbeiten Sie deshalb zunächst vorhandene Eigentümerkontakte, sofern die jeweilige Ansprache zulässig ist. Kaufen Sie bei Zeitdruck nur nach geklärter Leaddefinition und Dublettenregelung ein; für langfristiges Farming vergleichen Sie Gebietskampagnen anhand derselben Qualifizierung. So gewinnt nicht der Kanal mit den billigsten Formularen, sondern der mit wirtschaftlich tragfähigen Alleinaufträgen.
Wie testen und messen Sie den Weg zum Alleinauftrag?
Testen Sie einen klar abgegrenzten Empfängerkreis mit 250 Briefen und bewerten Sie den Weg bis zum bezahlten Verkauf, nicht allein die Rückmeldungen. Setzen Sie als organisatorischen Richtwert 12 Wochen für die erste Auswertung an; eine Amortisation innerhalb dieser Frist liegt nur bei tatsächlich eingegangenener Zahlung vor. Halten Sie Angebot und Gebiet im Test konstant, damit Unterschiede nicht durch wechselnde Voraussetzungen entstehen.
Rechenbeispiel: Vom Brief zum bezahlten Verkauf
Das anonymisiert formulierte Rechenbeispiel beschreibt ein angenommenes Zweipersonenbüro in einem abgegrenzten Farming-Gebiet, keinen beobachteten Kundenfall. Aus 250 Briefen entstehen bei angenommenen 2 % Response insgesamt 5 Anfragen; 60 % Terminquote ergeben daraus 3 Termine. Bei angenommenen 33,3 % Termin-zu-Alleinauftrag-Quote entspricht das rechnerisch rund 1 Alleinauftrag, aber noch keinem Verkauf.
QR-Scans zählen Sie separat als technische Reaktionen: Mehrfachscans derselben Person sind keine zusätzlichen Eigentümerkontakte. Eine Anfrage setzt eine Kontaktaufnahme voraus, ein Termin ein vereinbartes Gespräch und ein Alleinauftrag die entsprechende Beauftragung. Ein tatsächlich bezahlter Verkauf wird erst mit Zahlungseingang erfasst; ordnen Sie Rückrufe ohne QR-Nutzung ebenfalls der Kampagne zu, soweit die Herkunft nachvollziehbar ist.
Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung nehmen wir genau 1 bezahlten Verkauf mit 8.000 € Nettoerlös und 4.000 € auftragsabhängigen Kosten an. Die 899 € Akquisekosten bestehen im Beispiel aus 699 € Kampagnenbudget und 200 € internem Bearbeitungsaufwand; die 699 € entsprechen nach Anbieterangaben dem Profi-Monatspreis mit 250 enthaltenen Briefen, Quelle: Postry-Preisverzeichnis, Briefing 2026. Damit verbleiben 8.000 € − 4.000 € − 899 € = 3.101 € Beitrag vor weiteren Fixkosten und Steuern.
Die angenommenen Akquisekosten betragen damit 179,80 € je Anfrage, rund 299,67 € je Termin und 899 € je Alleinauftrag. Eine Amortisation nach 12 Wochen gilt ausschließlich unter der zusätzlichen Annahme, dass der Erlös bis dahin eingegangen ist. Bleibt es beim Alleinauftrag ohne bezahlten Verkauf, ist das Budget noch nicht zurückverdient.
Drei simulierte Fehlerfälle machen Verluste sichtbar
Simulierter Fehlerfall eins: 50 unpassende Briefe binden bei rechnerischer Verteilung des Monatsbudgets von 699 € auf 250 Briefe insgesamt 139,80 €, keine separat berechneten Zusatzbriefkosten. Simulierter Fehlerfall zwei: 2 Stunden doppelte Kontaktbearbeitung kosten bei angenommenen 50 € je Stunde weitere 100 €. Simulierter Fehlerfall drei: Ein ungenutzter Kampagnenmonat bindet 699 €, ohne einen Versand auszulösen.
Diese Fehlerfälle sind ausdrücklich Simulationen und keine gemessene Erfahrung. Auch eine Zeitersparnis ist damit nicht belegt: Erfassen Sie dafür Bearbeitungsminuten vor und während des Tests bei vergleichbaren Kontaktmengen. Entscheidend für die Fortsetzung sind qualifizierte Eigentümergespräche, wirtschaftliche Alleinaufträge und später nachweisbare Zahlungseingänge.
Was ist bei Eigentümeransprache und regionalen Daten rechtlich erlaubt?
Adressierte Briefwerbung kann nach DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. f auf ein berechtigtes Interesse gestützt werden; dafür brauchen Sie eine dokumentierte Interessenabwägung und müssen Informationspflichten sowie Werbewidersprüche beachten. Für Werbe-E-Mails und Werbeanrufe bei privaten Eigentümern verlangt § 7 UWG grundsätzlich vorherige Einwilligungen; eine öffentlich auffindbare Anschrift oder Telefonnummer ersetzt diese nicht.
Beim Brief prüfen Sie vor dem Versand Datenherkunft, Empfängererwartung und entgegenstehende Interessen. Stellen Sie Informationshinweise nach DSGVO Art. 13 beziehungsweise Art.
14 bereit; bei Daten aus Drittquellen spätestens bei der ersten Kommunikation, ansonsten grundsätzlich innerhalb eines Monats. Auf das Widerspruchsrecht nach Art. 21 weisen Sie ausdrücklich und getrennt von anderen Informationen hin; nach einem Werbewiderspruch verhindert eine datensparsame Widerspruchssperre weitere Anschreiben.
Für E-Mail-Werbung dokumentieren Sie Einwilligungstext, Zeitpunkt und Herkunft des Nachweises. Die Bestandskundenausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG gilt nur bei vollständig erfüllten Voraussetzungen, nicht schon wegen eines früheren Bewertungsgesprächs. Für die Gewinnung neuer Eigentümerkontakte sollten Sie ohne belegbare Einwilligung keine Werbe-E-Mail versenden.
Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern erfordert eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Gegenüber Unternehmen kommt eine mutmaßliche Einwilligung nur bei konkreten Umständen infrage; bloßer Immobilienbesitz genügt dafür nicht. Verlangen Sie deshalb überprüfbare Kontaktberechtigungen je Kanal und dokumentierte Kontaktversuche statt eines pauschalen DSGVO-Siegels der Software.
Eigentümernamen lassen sich nicht einfach aus öffentlichen Karten übernehmen: Grundbuchordnung § 12 setzt für die Grundbucheinsicht ein dargelegtes berechtigtes Interesse voraus. Ein allgemeiner Akquisewunsch begründet dieses nicht automatisch. Gebäudeadresse, Bewohner und verfügungsberechtigter Eigentümer sind unterschiedliche Angaben, die Ihr CRM nicht gleichsetzen darf.
Geoportal NRW erschließt Geodaten verschiedener öffentlicher Stellen; prüfen Sie beim konkreten Layer Datenhalter, Befliegungsdatum und Lizenz. Das LGL Baden-Württemberg stellt amtliche Geobasisdaten bereit, deren objektbezogenes Aufnahmedatum und Nutzungsbedingungen ebenfalls produktbezogen zu prüfen sind. OpenStreetMap beruht auf gemeinschaftlich gepflegten Daten unter der Open Database License: Ein Bearbeitungsdatum belegt weder eine Ortsbesichtigung noch den aktuellen Gebäudezustand; Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabepflichten sind zu beachten.
000 Einwohnern bis zum 30. 000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2028 vorliegen; maßgeblich ist die Einwohnerzahl am 1.
Januar 2024. Diese Fristen liefern Sanierungskontext für Eigentümergespräche, aber weder einen Beleg für Verkaufsabsicht noch eine automatische Anschlussverpflichtung. Auch ein Luftbildbefund bleibt eine Schätzung und rechtfertigt keine Behauptung über einen konkreten Sanierungszwang im Akquisebrief.
Prüfen Sie vor einer Kampagne die örtlichen Planunterlagen und die Rechtsgrundlage Ihrer Ansprache getrennt. Diese Einordnung bietet rechtliche Orientierung, ersetzt aber keine Prüfung des Einzelfalls.
Was sich 2026 verändert hat
Die gelieferten Preisvergleiche aus 2025 und 2026 belegen weder eine Preissteigerung noch einen Preisrückgang bei Immobilienakquise-Software, weil sie unterschiedliche Leistungsklassen zusammenfassen. Ein konkreter gesetzlicher Termin ist dagegen der 30. 000 Einwohnern am Stichtag 1.
Januar 2024 bis dahin Wärmepläne erstellt werden. ImmoStage nennt 2025 einen Marktkorridor von 49 bis 299 Euro je Nutzer und Monat für spezialisierte Makler-CRM-Systeme; Vestonaut nennt 2026 häufig 69 bis 99 Euro je Nutzer und Monat für vollwertige Makler-CRM-Systeme. Aus diesen verschieden abgegrenzten Spannen lässt sich keine Kostenentwicklung ableiten: Vergleichen Sie dafür denselben Tarif mit identischem Nutzerumfang, denselben Zusatzmodulen und gleicher Umsatzsteuerbasis sowie Einrichtungsgebühren und Mindestlaufzeit zu zwei dokumentierten Zeitpunkten.
Für eine zunehmende Kanalsättigung oder messbare Zeitersparnis durch Akquise-Software liegen im bereitgestellten Material keine belastbaren Messreihen vor; pauschale Aussagen über schlechtere Anzeigenkontakte oder eingesparte Arbeitsstunden wären daher unbelegt. Ein 14-tägiger Funktionstest ist ein Richtwert für die Prüfung von Kontaktimport, Wiedervorlagen und nachvollziehbarer Kontakthistorie, aber kein belastbarer Nachweis zusätzlicher Alleinaufträge. Messen Sie anschließend eigene Kohorten: Fassen Sie Eigentümerkontakte nach Eingangswoche und Herkunft zusammen, vergleichen Sie nur Gruppen mit gleicher Beobachtungsdauer und dokumentieren Sie Kontakteinsatz, Bearbeitungsminuten sowie den Übergang zum qualifizierten Eigentümergespräch und später zum Alleinauftrag. Halten Sie Gebiet und Angebot möglichst konstant und unterscheiden Sie aktive Bearbeitungszeit von bloßer Wartezeit, damit ein saisonal schwächerer Monat oder verspätete Rückmeldungen nicht fälschlich als Softwareeffekt erscheinen.
Undokumentierte Massenansprache ist als Arbeitsweise für die Eigentümerakquise untauglich, weil ohne Herkunftsnachweis, Kontaktverlauf und erfasste Widersprüche weder eine saubere Auswertung noch eine kontrollierte weitere Ansprache möglich ist; ein neues pauschales Verbot für 2026 folgt daraus nicht. Ersetzen Sie deshalb die alte Arbeitsweise, Adresslisten ohne dokumentierten Anlass und ohne Kontakthistorie wiederholt anzuschreiben, durch nachvollziehbare Auswahlentscheidungen und eine gepflegte Kontaktsperre bei Widerspruch. Das Wärmeplanungsgesetz von 2023 setzt für Gemeindegebiete mit höchstens 100.000 Einwohnern am genannten Stichtag grundsätzlich den 30. Juni 2028 als Frist; die Fristen unterscheiden sich damit nach Gemeindegröße, nicht pauschal nach Bundesland. Für die Akquiseplanung 2026 bedeutet das: Aktualisieren Sie gebietsbezogene Informationen bei Veröffentlichung des örtlichen Wärmeplans, behandeln Sie diesen aber als Informationsanlass für sachliche Eigentümergespräche und niemals als Beleg einer individuellen Verkaufsabsicht.
Transparenzhinweis im Überblick
Dieser Vergleich stammt von einem Anbieter persönlicher Briefkampagnen; die eigene Lösung wird deshalb nicht als unabhängiger Testsieger bewertet. Für onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro liegt hier keine aktuelle direkte Anbieterprüfung vor, weshalb weder eine verifizierte Rangfolge noch belastbare Aussagen zu deren vollständigen Vertragskosten ausgewiesen werden.
Postry ist eine Software für Kundengewinnung per persönlichem Brief: Sie findet Firmen, Arbeitgeber, Eigentümer und Häuser mit einem konkreten Anlass, schreibt die Entscheider persönlich an und misst jede Reaktion über QR-Code, Landingpage und CRM. Als Anbieter haben wir ein wirtschaftliches Interesse daran, dass Maklerbüros diesen Akquiseweg einsetzen. Die Einordnung von Postry für Immobilienmakler beschreibt deshalb den vorgesehenen Leistungsumfang, keinen unabhängig belegten Vorsprung bei Verkäuferkontakten oder Alleinaufträgen.
Beim Immobilien-Kampagnenweg legen Sie zunächst Wunschgebiet und gesuchte Objektarten fest. Anschließend werden geeignete Adressen ausgewählt und der jeweilige Anspracheanlass anhand verfügbarer Informationen geprüft und dokumentiert; ein Objektmerkmal belegt dabei keine Verkaufsabsicht. Auf die Briefgestaltung folgen Druck und Versand, der QR-Code führt zur eigenen Wertseite, und eingehende Anfragen werden im CRM für die weitere Bearbeitung erfasst. Das Nachfassen orientiert sich an der Reaktion und am zulässigen Kontaktweg; Eigentümernamen stehen dabei nicht über eine öffentliche Grundbuchschnittstelle bereit, bei Haushalten liefert die Plattform Adressen.
Die Preisgrundlagen bleiben ausdrücklich getrennt: Das bereitgestellte eigene Preisverzeichnis nennt für Start 349 €/Monat einschließlich 100 Briefen und für Profi 699 €/Monat einschließlich 250 Briefen. Diese Paketangaben sind weder Nutzerpreise eines Makler-CRM noch eine Zusage bestimmter Kontaktzahlen. Angaben zu Umsatzsteuer, Einrichtung und Vertragsbindung müssen vor einer Bestellung anhand des konkreten Angebots geklärt werden, soweit sie im vorliegenden Preisverzeichnis nicht ausgewiesen sind.
Vestonaut, 2026, und Digital Affin, 2026, dienen ausschließlich als sekundäre Quellen zur Markteinordnung. Ihre Preisnennungen ersetzen keine Prüfung aktueller Tarifseiten oder schriftlicher Angebote; insbesondere lassen sich daraus keine gesicherten Aussagen zu Mindestlaufzeiten, Nutzerlimits oder enthaltenen Bewertungsmodulen ableiten. Für Empro fehlt in der bereitgestellten Recherche eine vergleichbar belastbare Preisgrundlage.
Die redaktionelle Gewichtung ist eine Entscheidungshilfe: Eigentümerkontaktgewinnung erhält 40 %, Nachfassfähigkeit 25 %, Gesamtkosten 20 % und Datenschutz sowie Schnittstellen 15 %. Diese Gewichte sind keine Messergebnisse und begründen ohne geprüfte Funktionsnachweise keine Punktwertung einzelner Anbieter. Rechenannahmen zu Rücklauf, Terminquote und Alleinaufträgen bleiben davon getrennt und werden als Rechenbeispiel bezeichnet. Plattformdaten zur Gebäudeauswahl belegen ebenfalls keine Abschlussquote eines Maklerbüros.
Grenzen von Postry
Bei sofortigem Anfragebedarf passt Postry nicht: Ein geprüftes Leadportal ist für kurzfristig verfügbare Eigentümeranfragen die bessere Wahl. Bei bereits gefülltem Kontaktbestand sollten Sie zunächst ein Makler-CRM einsetzen, denn ein Briefkanal ersetzt keine dokumentierte Mandatsbearbeitung.
Wer heute Gespräche über einen Verkauf benötigt, muss bei Briefwerbung zunächst Versand und Reaktion abwarten. Prüfen Sie beim Leadportal dafür Herkunft, Aktualität und Mehrfachverkauf der Kontakte sowie den dokumentierten Umfang der Kontaktfreigabe. Auch eine bezahlte Anfrage ist noch kein Alleinauftrag; entscheidend bleiben Verkaufsabsicht und die Bereitschaft zum konkreten Gespräch.
Liegen in Ihrem Büro bereits unbearbeitete Bewertungsanfragen oder frühere Verkäuferkontakte, hat deren strukturierte Bearbeitung Vorrang vor zusätzlichem Versand. Das Makler-CRM muss Zuständigkeiten, Wiedervorlagen und Kontaktverläufe nachvollziehbar abbilden. Ein neuer Briefkanal behebt weder versäumte Rückrufe noch fehlende nächste Schritte nach einem Bewertungstermin.
Die Auswertung der Postry-Plattform, Stand 2026-10-14, umfasst 42.621 geprüfte Gebäude; davon haben 2,7 % eine Trefferbewertung ab 70 Punkten. Diese Bewertung beschreibt die Auswahl innerhalb der Plattform und ist weder eine Verkaufswahrscheinlichkeit noch eine nachgewiesene Mandatschance. Aus dem Anteil lässt sich deshalb keine erwartbare Zahl an Eigentümergesprächen oder Alleinaufträgen ableiten.
Eigentümernamen sind nicht per Schnittstelle verfügbar; das Grundbuch ist nach § 12 Grundbuchordnung kein öffentliches Adressverzeichnis für Werbezwecke. Bei Haushalten liefert Postry Adressen, nicht automatisch verifizierte Eigentümerkontakte. Eine Hausanschrift bezeichnet zunächst ein Gebäude oder eine Zustelladresse: Dort können Mieter wohnen, während der Eigentümer andernorts lebt oder eine juristische Person ist.
Auch Gebäudemerkmale bleiben mit Unsicherheit behaftet. Luftbildauswertung ist eine Schätzung mit Konfidenz, kein Gutachten; Aufnahmezeitpunkt, Sichtverhältnisse und spätere Veränderungen können die Einordnung begrenzen. Weder ein geschätzter Gebäudetyp noch ein sichtbarer Zustand belegt Verkaufsdruck, Erreichbarkeit oder Entscheidungsbefugnis eines Empfängers. Nutzen Sie solche Hinweise für eine begründete Gebietsauswahl, nicht für Behauptungen über persönliche Lebensumstände im Anschreiben.
Für die Budgetentscheidung zählt deshalb nicht die Zahl ausgewählter Hausanschriften. Definieren Sie einen qualifizierten Eigentümerkontakt vorab als verifizierten Eigentümer oder Bevollmächtigten mit passendem Objekt und konkretem Gesprächsinteresse; ein QR-Scan allein erfüllt diese Definition nicht. Ordnen Sie dem jeweiligen Kontakt die vollständigen Kampagnenkosten einschließlich Bearbeitungsaufwand zu und verfolgen Sie getrennt, ob daraus ein unterschriebener Alleinauftrag entsteht. Skalieren Sie erst auf Grundlage gemessener Kosten je qualifiziertem Eigentümerkontakt und je Alleinauftrag, nicht anhand der Trefferbewertung.
Engpass im Büro bestimmen
Trennen Sie fehlende Eigentümerkontakte von liegen gebliebenen Bestandskontakten. Wählen Sie Kontaktgewinnung oder Nachfassorganisation als erstes Investitionsziel.
Einheitliches Angebot anfordern
Lassen Sie sich für onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro den passenden Tarif mit Einrichtung, Mindestlaufzeit, Nutzerlimits, Umsatzsteuer und kostenpflichtigen Zusatzmodulen schriftlich bestätigen.
Verkäuferkontakt vollständig durchspielen
Prüfen Sie mit Testdaten den Weg von der Anfrage über Bewertung und Kontaktdokumentation bis zur Wiedervorlage und zum Alleinauftrag. Ein Testzeitraum von 14 Tagen ist ein redaktioneller Richtwert.
Datenschutz und Schnittstellen prüfen
Kontrollieren Sie Auftragsverarbeitungsvertrag, Unterauftragnehmer, Datenexport und Löschfunktionen. Lassen Sie benötigte Verbindungen zu Website, Portalen und bestehendem CRM konkret vorführen.
Kontaktquelle separat kalkulieren
Budgetieren Sie CRM, Kontaktgewinnung und Arbeitszeit getrennt. Verwechseln Sie eine Hausanschrift oder einen QR-Scan nicht mit einem qualifizierten Eigentümerkontakt.
Ergebnisse als Kohorte auswerten
Ordnen Sie Anfragen, Termine, Alleinaufträge und spätere Zahlungseingänge derselben Kampagne zu. Führen Sie Rückrufe und Formularanfragen zusammen, ohne Kontakte doppelt zu zählen.
Nur belegbar tragfähige Abläufe ausweiten
Erweitern Sie Budget und Gebiet erst, wenn die Kosten je qualifiziertem Kontakt und Alleinauftrag wirtschaftlich passen. Bei null Anfragen ist der Kostenwert je Anfrage nicht berechenbar und kein Wert von null Euro.
Vergleich der Alternativen
| Ausgangslage | Vorzuziehende Methode | Kostenbasis | Entscheidender Nachweis | Grenze |
|---|---|---|---|---|
| Eigentümerkontakte vorhanden | Makler-CRM, etwa onOffice, Propstack, FLOWFACT oder Empro, nach identischem Test | Marktkorridor 69–99 €/Nutzer/Monat, Vestonaut 2026; konkreter Tarif ungeprüft | Kontakthistorie und Wiedervorlage im Test | CRM-Verwaltung erzeugt allein keine neuen Kontakte |
| Sofortiger Bedarf an Verkäuferanfragen | Geprüftes Leadportal eher als eine neue Briefkampagne | Schriftliches Angebot erforderlich | Herkunft, Kontaktberechtigung und Mehrfachverkauf prüfen | Anfrage ist kein Alleinauftrag |
| Langfristiger Aufbau eines Farming-Gebiets | Adressierte Briefkampagne mit nachvollziehbarer Gebietsauswahl | 349 €/Monat inklusive 100 Briefe laut bereitgestelltem Preisverzeichnis | Anfragen bis zum Alleinauftrag zuordnen | Hausanschrift ist kein Eigentümername; längerer Vorlauf |
| Vorhandene Nachfrage nach Immobilienbewertung | Bewertungsseite mit CRM-Übergabe | Modul-, Daten- und Besucherkosten getrennt erfragen | Bewertungsanfrage und Verkaufsabsicht unterscheiden | Formular erzeugt ohne Besucher keine Anfrage |
| Sehr kleines Softwarebudget | Kostenlosen Einstiegstarif prüfen | OpenMakler laut Digital Affin 2026; aktueller Anbieterbeleg ausstehend | Nutzerlimit, Export und spätere Gebühren schriftlich prüfen | Kostenloser Tarif bedeutet nicht kostenlose Kontaktgewinnung |
| Empfehlungsstarker Bestand | Empfehlungsprozess mit CRM-Nachverfolgung | Tatsächliche Arbeitszeit und zulässige Maßnahmen erfassen | Empfehlung einer eindeutigen Quelle zuordnen | Eingang neuer Empfehlungen nur begrenzt steuerbar |
Regionale Hinweise Deutschland
- Nordrhein-Westfalen: Im Geoportal NRW das Aufnahmedatum des konkreten Luftbilds und die Nutzungsbedingungen des Datensatzes prüfen; keine pauschale landesweite Aktualität unterstellen.
- Baden-Württemberg: Daten des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL Baden-Württemberg) nach verfügbarer Datenebene und Aufnahmedatum bewerten.
- Bundesweit: OpenStreetMap dient der räumlichen Orientierung, nicht dem Nachweis aktueller Eigentumsverhältnisse.
- Kommunale Wärmeplanung: Nach § 4 Wärmeplanungsgesetz gelten grundsätzlich Fristen bis 30. Juni 2026 für Gemeindegebiete mit mehr als 100.000 Einwohnern und bis 30. Juni 2028 für kleinere Gemeindegebiete; maßgeblich ist die gesetzliche Einwohnerreferenz.
- Wärmepläne und Luftbilder können den Gesprächsanlass zur Immobilie stützen, belegen aber keine individuelle Verkaufsbereitschaft.
Glossar
Begriffe kurz erklärt
- Immobilienakquise-Software
- Immobilienakquise-Software unterstützt die Gewinnung oder Bearbeitung von Eigentümerkontakten bis zum Vermittlungsmandat; nicht jede Lösung deckt beide Aufgaben ab.
- Makler-CRM
- Ein Makler-CRM verwaltet Kontakte und objektbezogene Vorgänge einschließlich der dokumentierten Kontaktbearbeitung.
- Qualifizierter Eigentümerkontakt
- Ein qualifizierter Eigentümerkontakt ist ein erreichbarer Kontakt mit plausibel geklärtem Objektbezug und dokumentiertem Anliegen; eine Hausanschrift allein genügt nicht.
- Alleinauftrag
- Ein Alleinauftrag ist eine vertragliche Bindung zur Vermittlung eines Objekts durch ein Maklerbüro im vereinbarten Umfang, noch kein bezahlter Verkauf.
- Wiedervorlage
- Eine Wiedervorlage ist eine terminierte Aufgabe für den nächsten zulässigen Bearbeitungsschritt eines Kontakts.
- Kosten je Anfrage
- Kosten je Anfrage sind die zurechenbaren Akquisekosten geteilt durch die eindeutig gezählten Anfragen eines festgelegten Zeitraums oder einer Kampagne.
- Deckungsbeitrag
- Der Deckungsbeitrag ist der Erlös abzüglich der definierten auftragsabhängigen Kosten; für die Akquiseentscheidung sind anschließend die zurechenbaren Akquisekosten zu berücksichtigen.
- Kohorte
- Eine Kohorte ist eine klar abgegrenzte Kontaktgruppe, deren Anfragen und spätere Ergebnisse gemeinsam ausgewertet werden.
- Widerspruchssperre
- Eine Widerspruchssperre kennzeichnet Kontakte so, dass weitere Direktwerbung nach einem wirksamen Widerspruch unterbleibt.
Praxis-Tools
Checklisten und Muster-Anschreiben zum Mitnehmen
Direkt einsatzbereit, ohne Anmeldung. Passagen in eckigen Klammern ersetzen und im Namen Ihres Betriebs verwenden.
Checkliste
Checkliste: Briefwerbung rechtssicher aufsetzen
Die wichtigsten Punkte zu Adressen, Bildern und Dokumentation.
- 1.Nur adressierte Briefwerbung – keine Namen aus nicht öffentlichen Registern.
- 2.Rechtsgrundlage dokumentieren (berechtigtes Interesse, Art. 6 Abs. 1 f DSGVO).
- 3.Werbewiderspruch aufnehmen und Adresse dauerhaft sperren.
- 4.Herkunft der Objektdaten je Adresse speichern.
- 5.Luftbilder nur gemäß Lizenz der Quelle verwenden.
- 6.KI-Einschätzungen als Hinweis kennzeichnen, nicht als Gutachten.
- 7.Sperrliste vor jedem Versand abgleichen.
- 8.Löschfristen für nicht reagierende Adressen festlegen.
- 9.Auftragsverarbeitung mit Druckdienstleister regeln.
- 10.Impressum und Datenschutzerklärung auf jeder Landingpage.
Arbeitsblatt
Arbeitsblatt: Kampagne durchrechnen
Rechenschema von Briefmenge über Response bis zu Kosten pro Auftrag und Deckungsbeitrag.
- 1.Briefe geplant: ______ Stück
- 2.Kosten je Brief (Druck + Porto): ______ €
- 3.Kampagnenkosten gesamt: Briefe × Kosten = ______ €
- 4.Erwartete Response-Quote: ______ % → Reaktionen: ______
- 5.Terminquote aus Reaktionen: ______ % → Termine: ______
- 6.Abschlussquote aus Terminen: ______ % → Aufträge: ______
- 7.Durchschnittlicher Auftragswert: ______ €
- 8.Umsatz: Aufträge × Auftragswert = ______ €
- 9.Kosten pro Auftrag: Kampagnenkosten ÷ Aufträge = ______ €
- 10.Deckungsbeitrag: Umsatz × Marge − Kampagnenkosten = ______ €
Checkliste
Checkliste: Gebiet richtig eingrenzen
Zehn Punkte, mit denen Sie ein Akquisegebiet vor dem Scan sauber abgrenzen und Fehltreffer vermeiden.
- 1.Fahrzeit vom Betrieb festlegen (Richtwert: maximal 30 Minuten).
- 2.Postleitzahlen oder Umkreis in Kilometern definieren.
- 3.Bebauungstyp wählen: Einfamilienhaus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus.
- 4.Baualtersklasse setzen (z. B. 1975–1995 für Dachsanierung).
- 5.Ausschlusskriterien notieren (Denkmalschutz, Reihenhauszeilen, Gewerbegebiete).
- 6.Mindestgrundstücksgröße festlegen (Pool ab 800 m², Baumpflege ab 1.000 m²).
- 7.Vorhandene Kunden und Bestandsadressen ausschließen.
- 8.Wettbewerbsdichte im Gebiet prüfen.
- 9.Kampagnengröße bestimmen: erst 200–500 Briefe testen.
- 10.Erfolgsziel schriftlich festhalten (Scans, Termine, Aufträge).
FAQ
Häufige Fragen
- Welche Software eignet sich am besten für die Immobilienakquise?
- Für bestehende Eigentümerkontakte ist ein CRM mit verlässlicher Wiedervorlage die erste Wahl. Fehlen Kontakte, brauchen Sie zusätzlich eine Kontaktquelle; ohne identischen Anbietertest lässt sich zwischen onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro kein seriöser Gesamtsieger bestimmen.
- Was kostet eine Immobilienakquise-Software für ein Maklerbüro?
- Vestonaut nennt 2026 einen Marktkorridor von 69 bis 99 € je Nutzer und Monat für vollwertige Makler-CRM-Systeme, häufig zuzüglich Umsatzsteuer und möglicher Zusatzgebühren. Lassen Sie Einrichtung, Mindestlaufzeit, Nutzerzahl und Kontaktgewinnung separat bestätigen; der Korridor ist kein verbindliches Anbieterangebot.
- Welche Maklersoftware bietet Eigentümer-Leads und Bewertungsfunktionen?
- Unterscheiden Sie die Lieferung neuer Eigentümer-Leads von einem Bewertungsformular, das erst Besucher benötigt. Fordern Sie für jeden Anbieter einen Nachweis über Herkunft, Kosten und Nutzungsrechte der Leads sowie die Datenbasis der Bewertung; die bereitgestellten Vergleichspreise belegen diese Funktionen nicht.
- Was ist der Unterschied zwischen onOffice, Propstack, FLOWFACT und Empro?
- Die entscheidenden Unterschiede sind im konkreten Tarif zu prüfen: Kontaktgewinnung, Bewertungsprozess, Nachfassregeln, Teamrechte und Schnittstellen. Ohne aktuelle direkte Funktions- und Vertragsbelege wäre eine detaillierte Rangfolge spekulativ; nutzen Sie für alle vier denselben Testkontakt und dieselbe Angebotsabfrage.
- Welche Software unterstützt Kaltakquise, Leadverwaltung und Nachfassaktionen?
- Prüfen Sie getrennt die zulässige Erstansprache, die Übernahme der Anfrage ins CRM und die Wiedervorlage. Eine Telefonfunktion erlaubt keine kalten Werbeanrufe an Privatpersonen; dafür ist nach § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung erforderlich.
- Gibt es kostenlose oder günstige Software für die Immobilienakquise?
- Digital Affin beschreibt 2026 einen kostenlosen OpenMakler-Tarif; Vestonaut nennt 2026 einen zunächst kostenlosen Einstieg für FLOWFACT Mini. Das sind sekundäre Recherchehinweise, keine direkt bestätigten aktuellen Konditionen; prüfen Sie Funktionsgrenzen, Nutzerlimits, Dauer und Exportmöglichkeiten.
- Welche Maklersoftware ist DSGVO-konform und hat deutsche Schnittstellen?
- Kein Produktname garantiert einen DSGVO-konformen Betrieb. Prüfen Sie Auftragsverarbeitung, Unterauftragnehmer, Drittlandtransfers, Berechtigungen und Löschprozesse sowie die konkret benötigten Portal- und Website-Anbindungen; ein deutscher Serverstandort allein reicht nicht.
- Welche Akquise-Software lohnt sich für kleine Maklerbüros und Einzelmakler?
- Bei vorhandenem Kontaktbestand lohnt sich zuerst eine schlanke Lösung, die zuverlässig Wiedervorlagen und Kontakthistorien führt. Rechnen Sie Jahresgesamtkosten und tatsächliche Nutzung durch, statt ein umfangreiches Paket allein wegen zusätzlicher Funktionen zu wählen.
- Liefert eine Gebäudeanalyse automatisch Eigentümernamen und Verkaufsabsichten?
- Nein. Hausanschriften und Gebäudemerkmale belegen weder die Eigentümeridentität noch einen Verkaufswunsch; die Grundbucheinsicht setzt nach § 12 Grundbuchordnung ein berechtigtes Interesse voraus.
- Wie berechnet ein Maklerbüro die Kosten pro Alleinauftrag?
- Teilen Sie die zurechenbaren Kampagnenkosten einschließlich Arbeitszeit durch die gewonnenen Alleinaufträge derselben Kampagne. Im ausdrücklich angenommenen Beispiel ergeben 899 € Gesamtkosten und 1 Alleinauftrag Kosten von 899 €; Umsatz entsteht erst durch einen späteren provisionspflichtigen Abschluss.
- Dürfen Makler Eigentümer ohne Einwilligung per Brief anschreiben?
- Briefwerbung kann nach DSGVO Art. 6 Abs. 1 lit. f auf berechtigte Interessen gestützt werden, benötigt aber eine konkrete Interessenabwägung und die Erfüllung der Informationspflichten. Widersprüche nach Art. 21 sind zu beachten; dies ist eine rechtliche Orientierung und keine Einzelfallberatung.
Behandelte Themen
- Postry
- onOffice
- Propstack
- FLOWFACT
- Empro
- OpenMakler
- Vestonaut
- Digital Affin
- Statistisches Bundesamt (Destatis)
- Zensus 2022
- OpenStreetMap
- Geoportal NRW
- Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
- Datenschutz-Grundverordnung
- Wärmeplanungsgesetz
Quellen und Belege
- https://makler.immo/allgemein/maklersoftware/
- https://www.immobilienakquise.com/blog/tools-software/immobilien-software-vergleich-2026-akquise-tools
- https://www.digital-affin.de/blog/immobilienmakler-software/
- https://vestonaut.com/immobilienmakler-software
- https://www.tools-immobilien.de/tools?category=Analyse
- https://www.immostage.ai/makler-tools/crm/
- https://www.capterra.com.de/directory/20049/real-estate-agency/software
- https://systemhaus.com/maklersoftware
- https://maklersoftware-vergleich.com/
- https://www.tools-immobilien.de/tools?category=Akquise
- Vom Auftraggeber bereitgestellte Vergleichsangabe; keine direkte Anbieterpreisprüfung.
- Bereitgestelltes Preisverzeichnis; Umsatzsteuer, Laufzeit und mögliche Einrichtung daraus nicht bestimmbar.
Angaben zu Kosten, Quoten und Fristen sind Erfahrungs- und Marktwerte. Bitte für den eigenen Betrieb und das eigene Bundesland prüfen. Es gelten unsere Redaktionsrichtlinien.
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