
Inhaltsverzeichnis · 14 Abschnitte
- Welche Methode passt zu welcher Ausgangslage?
- Wann lohnt sich ein Solar-Leadportal?
- Wann lohnt sich eigene PV-Akquise per Brief?
- Welche Preise müssen Sie vor dem Vergleich auseinanderhalten?
- Welche Qualität und Abschlussquote sind realistisch?
- Was kostet ein Neukunde je Methode?
- Wie bauen Sie eigene PV-Kundengewinnung mit Google Ads auf?
- Was ist rechtlich erlaubt?
- Wie kombinieren Sie die Methoden sinnvoll?
- Welche Fehler kosten am meisten Geld?
- Wie messen Sie den Erfolg fair?
- Bewertungsmatrix der Kanäle
- Transparenzhinweis zum Anbieterfeld
- Grenzen von Postry: Wann passt ein anderer Weg besser?
Welche Methode passt zu welcher Ausgangslage?
Wenn Sie innerhalb der nächsten 4 Wochen zusätzliche Verkaufsgespräche benötigen, sind eingekaufte Anfragen der passendere Test; die Frist ist ein Planungsrichtwert, keine Lieferzusage. Für ein dauerhaft bearbeitetes Einzugsgebiet empfiehlt sich eigene Briefakquise mit 90 Tagen Beobachtungszeit als Richtwert und einer vorab festgelegten Kostengrenze.
Portale vermitteln vorhandenes Interesse, während Briefe zunächst Interesse auslösen müssen. Empfehlungen erschließen Vertrauen aus bestehenden Kundenbeziehungen; Anzeigen erreichen Personen während ihrer Suche. Ein CRM verwaltet anschließend dieselben Kontakte, ersetzt aber keine dieser Quellen. Die Kategorien können sich ergänzen.
Die Kontaktkosten der folgenden Tabelle sind ausschließlich Richtwerte des später vollständig offengelegten Rechenbeispiels, Stand September 2026. Sie enthalten zugerechneten Arbeitsaufwand und sind weder Anbieterpreise noch ein erhobener Marktkorridor. Ein Gebäudeadressat ist ausdrücklich kein qualifizierter Solar-Lead.
| Methode | Kosten je Kontakt, Modell-Richtwert | Vorlauf, Planungsrichtwert | Rechtslage B2B | Rechtslage B2C | Stärkster Einsatzfall |
|---|---|---|---|---|---|
| Geteiltes Leadportal | 50 € je Anfrage | Tage bis Wochen | Kontaktbefugnis prüfen | Telefon nur mit ausdrücklicher Einwilligung | Vorhandene Nachfrage kurzfristig bearbeiten |
| Exklusive Leads | 100 € je Anfrage | Tage bis Wochen | Exklusivität ersetzt keine Kontaktbefugnis | Einwilligung für Kontaktkanal prüfen | Weniger direkte Mitbewerber aus derselben Vermittlung |
| Telefonisch vorqualifizierte Leads | 125 € je Anfrage | Tage bis Wochen | Vorqualifizierung und Kontaktbefugnis belegen | Einwilligungskette prüfen | Fehlanfragen vor Außendienstterminen reduzieren |
| Eigene Briefakquise | 2 € je Gebäudeadresse | 2–6 Wochen | Interessenabwägung, Widerspruch beachten | Interessenabwägung, Widerspruch beachten | Freie Dachflächen im eigenen Gebiet ansprechen |
| Eigene Suchanzeigen | 75 € je Anfrage | 2–6 Wochen | Anfragebezogene Bearbeitung | Anfragebezogene Bearbeitung | Nachfrage unter eigener Marke gewinnen |
| Empfehlungen | 150 € je Anfrage | Nicht zuverlässig planbar | Kontaktfreigabe sicherstellen | Keine ungefragte Weitergabe privater Kontaktdaten | Vertrauen aus abgeschlossenen Projekten nutzen |
Wann lohnt sich ein Solar-Leadportal?
Ein Solar-Leadportal lohnt sich, wenn Ihr Vertrieb zusätzliche Anfragen zuverlässig bearbeitet und die Vollkosten unter Ihrer Auftragsmarge bleiben. Bei angenommenen 5 % Abschlussquote braucht ein Betrieb für 12 zusätzliche Aufträge rechnerisch 240 Anfragen; bei 10 % reichen 120 Anfragen.
Geteilte Leads werden an mehrere Betriebe vermittelt. Die Interessenten haben einen Bedarf signalisiert, vergleichen aber möglicherweise mehrere Angebote gleichzeitig. Exklusive Vermittlung begrenzt die Weitergabe durch den jeweiligen Lieferanten; sie verhindert keine eigenständige Anfrage bei einem Wettbewerber. Telefonische Vorqualifizierung beschreibt wiederum eine Prüfung, keine Exklusivität und keine Abschlussgarantie.
Im Kostenmodell stehen 50 € je geteilter und 100 € je exklusiver Anfrage einschließlich zugerechnetem Bearbeitungsaufwand. Belastbare öffentliche Einkaufspreise für exklusive deutsche PV-Leads liegen im bereitgestellten Recherchematerial nicht vor; verlangen Sie ein schriftliches Angebot statt eines scheinpräzisen Marktpreises. Entscheidend sind Liefergebiet, Leadalter und eine prüfbare Definition von Eigentümerkontakt, Dublette sowie Reklamation.
Ein brauchbarer Lieferant dokumentiert Herkunft und erlaubte Kontaktwege. Prüfen Sie vor dem Einkauf, ob Ihr Betrieb vom Einwilligungstext erfasst wird und welche Ersatzregel bei falscher Telefonnummer greift. Messen Sie anschließend angenommene Anfragen, erreichte Personen und Aufträge getrennt. Eine hohe Liefermenge hilft dem 15-Mitarbeiter-Betrieb wenig, wenn die Angebotsbearbeitung bereits überlastet ist.
Wann lohnt sich eigene PV-Akquise per Brief?
Eigene Briefakquise lohnt sich, wenn Sie ein festes Einzugsgebiet entwickeln und Anfragen unter Ihrer eigenen Marke aufbauen wollen. Im Rechenbeispiel kosten 1.500 adressierte Briefe einschließlich Software und bewerteter Arbeitszeit 3.000 €, ohne dass daraus eine bestimmte Rücklaufquote folgt.
Ein möglicher Auslöser ist eine ausreichend große, offenbar unbelegte Dachfläche mit passender Ausrichtung. Postry verbindet Gebietsscan und bewertete Adressen mit Briefaufträgen; ein individueller QR-Code führt zur mobilen Landingpage des Betriebs und Anfragen ins CRM. Das Produkt liefert Adressen, keine Eigentümernamen. Ein Hausbewohner kann Mieter sein, und eine Dachansicht beweist weder Kaufbereitschaft noch Verfügungsbefugnis.
Die Auswertung der Postry-Plattform, Stand 23.09.2026, umfasst 35.432 geprüfte Gebäude; 2,3 % dieser Gebäude erreichen mindestens 70 Bewertungspunkte. In einer Teilstichprobe von 1.000 Gebäuden beträgt der Median der erkannten Dachfläche 146 m². Beide Ergebnisse beschreiben eine Gebäudebewertung, keine Briefreaktionen oder Vertriebsabschlüsse. Bildauswertung bleibt eine Schätzung mit Konfidenz, kein Aufmaß oder Gutachten.
Postry Start kostet nach Produktangaben, Stand September 2026, 299 €/Monat und Pro 499 €/Monat; Druck und Versand werden zusätzlich über Guthaben abgerechnet. Briefwerbung benötigt eine tragfähige rechtliche Grundlage und ein wirksames Widerspruchsverfahren. Erfolg messen Sie zunächst an qualifizierten Rückmeldungen, danach an Aufträgen. Wer lediglich eine Liste herunterlädt, hat noch keine Kundengewinnung aufgebaut.
Welche Preise müssen Sie vor dem Vergleich auseinanderhalten?
Trennen Sie 3 Größen: den Einkaufspreis der Anfrage, Ihre gesamten Akquisekosten und den Deckungsbeitrag des gewonnenen Auftrags. Ein exklusiver Lead mit höherem Einkaufspreis kann wirtschaftlicher sein, wenn ausreichend mehr Aufträge daraus entstehen.
Für exklusive Photovoltaik-Leads in Deutschland lässt sich aus dem vorliegenden Quellenmaterial kein belastbarer aktueller Euro-Marktkorridor ableiten. Die Werte von 50 €, 100 € und 125 € dieses Beitrags sind deshalb ausdrücklich Vollkosten-Richtwerte eines Rechenmodells, keine Preisangebote. Ein Lieferantenangebot muss zusätzlich erkennen lassen, ob regionale Eingrenzung oder Vorqualifizierung enthalten sind. Fragen Sie nach Mindestabnahme und Vertragslaufzeit, bevor Sie den Stückpreis bewerten.
Im Modell der Briefkampagne entfallen über 3 Monate 897 € auf Postry Start. Für 1.500 Briefe werden ausdrücklich angenommene 1,10 € je Druck-und-Versand-Einheit angesetzt, also 1.650 €; dies ist kein Versandtarif von Postry. Die verbleibenden 453 € entsprechen bei angenommenen 50 €/Stunde genau 9,06 Arbeitsstunden. Überschreiten Auswahl und Bearbeitung dieses Zeitbudget, müssen die tatsächlichen Vollkosten steigen.
Für Portale gehören Einkaufsrechnung, erfolglose Kontaktversuche und Angebotszeit in dieselbe Rechnung. Bei Empfehlungen zählen Betreuung und gegebenenfalls zulässige Prämien ebenfalls mit. Sämtliche Modellbeträge werden auf einer einheitlichen Netto-Kalkulationsbasis behandelt; die Umsatzsteuerbehandlung realer Angebote prüfen Sie separat. Den vollständigen Rechenweg vertieft der Beitrag Was kostet ein Photovoltaik-Lead wirklich?.
Welche Qualität und Abschlussquote sind realistisch?
Keine der vorliegenden Quellen belegt eine allgemein höchste Abschlussquote für einen PV-Akquisekanal. Vergleichen Sie deshalb qualifizierte Interessenten derselben Zielgruppe und zählen Sie eine angeschriebene Gebäudeadresse nicht als gleichwertigen Portal-Lead.
Ein qualifizierter Interessent hat ein passendes Objekt und einen konkreten Projektwunsch; außerdem ist geklärt, wer entscheiden darf. Geteilte Leads sind nicht grundsätzlich minderwertig, verlangen aber möglicherweise mehr Abgrenzung im Angebot. Exklusivität begrenzt die Vermittlung, während telefonische Vorqualifizierung einzelne Kriterien überprüft. Lassen Sie sich die tatsächlichen Prüffragen geben, etwa zu Dachzustand, Zeitplan und vorhandenen Angeboten.
Bei PV-Projekten entsteht Qualität auch durch eine belastbare technische Vorprüfung. Als ausdrücklich vereinfachtes Rechenbeispiel ergeben 10 kWp bei angenommenen 950 kWh/kWp jährlich 9.500 kWh; 30 % Eigenverbrauch zu angenommenen 0,30 €/kWh entsprechen 855 € vermiedenem Strombezug. Eine vollständige Ertragsrechnung ergänzt Verschattung, Verluste und den zum Inbetriebnahmedatum geltenden Einspeisetarif. Sie ersetzt keine Dachprüfung hinsichtlich Statik oder Gerüststellung.
Die Bundesnetzagentur bezifferte 2025 den Solarleistungszubau des Jahres 2024 auf rund 16,2 GW. Das belegt einen großen Markt, liefert aber keine Abschlussquote für einen bestimmten Landkreis. Auch der Plattformmedian von 146 m² bei 1.000 ausgewerteten Dächern sagt nichts über nutzbare Modulfläche aus. Für eine fachliche Vorqualifizierung zählen belegbare Objektdaten und das Gespräch, nicht eine hohe Bewertung allein.
Was kostet ein Neukunde je Methode?
Bei identischen 3.000 € Vollkosten reichen im Rechenbeispiel die Kosten je gewonnenem Kunden von 600 € bis 1.000 €. Diese Unterschiede entstehen ausschließlich aus offengelegten Modellannahmen und sind keine gemessenen Kanalvorteile.
Für alle Methoden gelten dieselbe Zielgruppe privater Einfamilienhauseigentümer, dasselbe Einzugsgebiet und 90 Tage Beobachtung. Der angenommene Auftrag umfasst 18.000 € Nettoumsatz und 3.600 € Deckungsbeitrag vor Akquise. Jede Zeile enthält bereits zugerechnete Arbeitszeit; ein Gespräch meint einen erreichten, fachlich passenden Interessenten. Die Kontaktmengen sowie sämtliche Abschlusszahlen sind frei gesetzte Rechenannahmen.
| Methode | Kontakte im Modell | Kosten je Kontakt | Qualifizierte Gespräche / Kosten je Gespräch | Neukunden / Kosten je Neukunde |
|---|---|---|---|---|
| Geteilte Portal-Leads | 60 Anfragen | 50 € | 24 / 125 € | 3 / 1.000 € |
| Exklusive Leads | 30 Anfragen | 100 € | 18 / 166,67 € | 3 / 1.000 € |
| Vorqualifizierte Leads | 24 Anfragen | 125 € | 18 / 166,67 € | 3 / 1.000 € |
| Eigene Briefe | 1.500 Adressaten | 2 € | 15 / 200 € | 3 / 1.000 € |
| Eigene Suchanzeigen | 40 Anfragen | 75 € | 20 / 150 € | 4 / 750 € |
| Empfehlungen | 20 Anfragen | 150 € | 16 / 187,50 € | 5 / 600 € |
Für die Briefzeile werden zusätzlich 30 Rückmeldungen angenommen, also 2 % der Adressaten. Von diesen Rückmeldungen münden 15 in qualifizierte Gespräche und 3 in Aufträge. Die Abschlussquote beträgt damit 10 % bezogen auf Rückmeldungen, aber lediglich 0,2 % bezogen auf angeschriebene Adressen. Ohne eindeutigen Nenner wirkt derselbe Kanal entweder stark oder schwach.
Bei 1.000 € Akquisekosten bleiben vom angenommenen Deckungsbeitrag 2.600 € für weitere Fixkosten und Gewinn. Werden aus denselben Ausgaben nur 2 Aufträge, steigen die Akquisekosten auf 1.500 € je Auftrag. Genau diese Empfindlichkeit gehört vor Vertragsabschluss in Ihre Kalkulation. Der Kanal mit dem billigsten Kontakt muss nicht der günstigste Auftragslieferant sein.
Wie bauen Sie eigene PV-Kundengewinnung mit Google Ads auf?
Starten Sie Suchanzeigen für ein klar abgegrenztes Liefergebiet und führen Sie Interessenten auf eine eigene PV-Angebotsseite. Im Rechenmodell entsprechen 3.000 € Vollkosten bei 40 Anfragen einem Kontaktpreis von 75 €; daraus folgt keine Prognose für Google Ads.
Trennen Sie Suchanfragen nach Kaufabsicht: Ein Auftrag für die komplette Anlage ist etwas anderes als die Suche nach einem einzelnen Wechselrichter. Die Landingpage sollte Einsatzgebiet, tatsächlich angebotene Leistungen und ein kurzes Anfrageformular zeigen. Fragen Sie Dachadresse und Eigentümerstatus ab, ohne unnötige personenbezogene Angaben zu verlangen. Eine verständliche Ertragsvorprüfung überzeugt fachlich stärker als eine unbelegte Amortisationsgarantie.
Bewerten Sie Suchbegriffe und qualifizierte Anfragen als Richtwert wöchentlich. Wer nur Formularsendungen optimiert, kann viele unpassende Kontakte bezahlen; führen Sie deshalb abgeschlossene Aufträge zur Herkunft zurück. Cookie- und Tracking-Einwilligungen müssen zur eingesetzten Technik passen. Anfragen dürfen Sie zweckbezogen bearbeiten, aber daraus entsteht keine pauschale Erlaubnis für spätere Werbesequenzen.
Was ist rechtlich erlaubt?
Briefwerbung kann nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO auf berechtigte Interessen gestützt werden, benötigt aber eine dokumentierte Interessenabwägung und ein funktionierendes Widerspruchsverfahren. Für werbliche Telefonate und E-Mails gelten nach § 7 UWG deutlich engere Voraussetzungen als für einen adressierten Brief.
§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG verlangt bei Telefonwerbung an Verbraucher eine vorherige ausdrückliche Einwilligung; bei sonstigen Marktteilnehmern kommt zumindest eine mutmaßliche Einwilligung in Betracht.
Die muss sich aus konkreten Umständen ergeben, nicht allein aus einer Telefonnummer oder der Branchenzugehörigkeit. Ein gekaufter Datensatz mit Telefon und E-Mail beweist keine Kontaktbefugnis. Lassen Sie sich bei Portal-Leads den Einwilligungstext samt dokumentierter Herkunft nachweisen.
§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung für E-Mail-Werbung, auch an Unternehmen. Die Ausnahme für Bestandskunden nach § 7 Abs. 3 UWG greift nur bei Erfüllung sämtlicher Voraussetzungen, insbesondere für eigene ähnliche Leistungen und mit Widerspruchshinweis.
Nach Art. 21 DSGVO muss Direktwerbung nach einem Widerspruch enden. Beachten Sie außerdem die Informationspflichten aus Art. 13 beziehungsweise Art. 14 DSGVO.
Ein Abgleich mit einer einschlägigen Robinsonliste kann die Vorbereitung unterstützen, ersetzt aber weder individuelle Sperrvermerke noch die rechtliche Prüfung. Allgemeine Anzeigen benötigen keine individuelle Werbeeinwilligung jedes Betrachters; personenbezogenes Targeting und Tracking sind gesondert zu beurteilen. Grundbucheinsicht setzt ein berechtigtes Interesse voraus und liefert keine frei verfügbare Eigentümerliste. Diese Einordnung ist Orientierung, keine Rechtsberatung; ergänzend helfen die rechtlichen Grundlagen für PV-Werbebriefe.
Wie kombinieren Sie die Methoden sinnvoll?
Nutzen Sie Portale für einen begrenzten Nachfragebedarf und entwickeln Sie parallel eine eigene Anfragenquelle. Als Planungsrichtwert eignet sich ein 90-Tage-Test, in dem jede Anfrage eine eindeutige Herkunft erhält und Widersprüche kanalübergreifend beachtet werden.
Ein Brief darf einen Haushaltskontakt anstoßen, aber nicht als Vorwand für einen unangekündigten Werbeanruf dienen. Erst eine passende Anfrage oder wirksame Einwilligung eröffnet den jeweiligen Folgeschritt. Der folgende Zeitplan enthält Richtwerte für Ihren internen Ablauf, keine behaupteten optimalen Kontaktabstände.
| Schritt | Methode | Zweck | Zeitpunkt als Richtwert |
|---|---|---|---|
| Nachfrage vorbereiten | Kleiner Portal-Test | Qualität und Kontaktbefugnis prüfen | Woche 1 |
| Eigenes Gebiet ansprechen | Brief mit QR-Landingpage | Freiwillige Rückmeldung auslösen | Woche 2 |
| Interessenten bearbeiten | Gewünschter Kontaktkanal | Dach und Projekt konkretisieren | Innerhalb von 1 Arbeitstag nach Anfrage |
| Angebot abstimmen | Vereinbarter Rückkontakt | Offene technische Fragen klären | 3–7 Tage nach Angebot |
| Vertrauen weitertragen | Bitte um Empfehlung | Zufriedene Kunden freiwillig aktivieren | Nach erfolgreicher Übergabe |
| Wirtschaftlichkeit prüfen | CRM-Auswertung | Aufträge und Vollkosten vergleichen | Nach 30, 60 und 90 Tagen |
Ein anonymisiertes Planungsbeispiel, kein beobachteter Kundenfall: Ein Solarbetrieb mit 15 Mitarbeitern setzt für ein nicht benanntes deutsches Einfamilienhausgebiet 60 geteilte Anfragen an. Die Annahme lautet 24 qualifizierte Gespräche und 3 Aufträge in 90 Tagen. Bei 18.000 € je Auftrag entstehen rechnerisch 54.000 € Nettoumsatz. Daraus lässt sich keine Aussage über tatsächlich erzielte Portalumsätze ableiten.
Ein zweites, ebenfalls fiktives Planungsbeispiel setzt im gleichen Gebiet 1.500 Briefe an. Angenommene 30 Rückmeldungen führen zu 15 Gesprächen und 3 Aufträgen in 90 Tagen. Beide Wege erreichen damit im Modell denselben Umsatz, obwohl ihre Kontaktzahlen völlig verschieden sind. Den organisatorischen Anschluss beschreibt Solarkunden gewinnen: Ablauf für Solarbetriebe.
Welche Fehler kosten am meisten Geld?
Die teuersten Vergleichsfehler sind fehlende Arbeitskosten, ungeprüfte Kontaktqualität und eine Vermischung von Umsatz mit Deckungsbeitrag. Schon 10 nicht erfasste Vertriebsstunden erhöhen im Rechenbeispiel bei 50 €/Stunde die Kampagnenkosten um 500 €.
Wenn Sie 1.000 € Kampagnenausgaben unterschlagen und 3 Aufträge gewinnen, unterschätzen Sie den Aufwand je Auftrag um 333,33 €. Das betrifft Agenturhonorare bei Anzeigen ebenso wie Datenpflege vor Briefversand. Zählen Sie deshalb erfolglose Rückrufversuche und nicht angenommene Angebote mit. Kosten verschwinden nicht, nur weil der Inhaber selbst telefoniert.
Eine dritte fiktive Sensitivitätsrechnung betrachtet dieselben 60 Portal-Anfragen im unbenannten Einfamilienhausgebiet über 90 Tage: Statt 3 entstehen nur 2 Aufträge. Bei unveränderten 3.000 € Vollkosten wächst der Betrag je Auftrag von 1.000 € auf 1.500 €, der modellierte Umsatz sinkt von 54.000 € auf 36.000 €. Ohne Dublettenprüfung oder klare Gebietsgrenze riskieren Sie vermeidbare Streuverluste. Ob ein Lieferant Ersatz schuldet, bestimmt der vereinbarte Vertrag.
Bei Briefen kann der Fehler früher liegen: 500 ungeeignete Adressen verursachen unter der Modellannahme von 1,10 € allein 550 € Druck-und-Versand-Kosten. Eine erkannte Dachfläche rechtfertigt deshalb keine pauschale Ertragszusage. Prüfen Sie vor dem Angebot Belegbarkeit und Dachzustand; später notwendige Gerüstmehrkosten lassen sich nicht durch eine hohe Rücklaufquote ausgleichen.
Wie messen Sie den Erfolg fair?
Vergleichen Sie sämtliche Kanäle über denselben Zeitraum und mit derselben Definition eines gewonnenen Auftrags. Als Richtwert eignen sich 90 Tage plus ein einheitliches Nachbeobachtungsfenster, damit spät abgeschlossene Briefkontakte nicht gegen bereits ausgereifte Portal-Anfragen verlieren.
Erfassen Sie je Kontakt Eingangsdatum, Quelle und Qualifikation; ergänzen Sie Gespräch, Angebot, Auftrag sowie Storno. Trennen Sie den ersten Kontakt von späteren unterstützenden Kontakten. Ein Kunde, der zunächst einen Brief liest und anschließend Ihren Firmennamen sucht, darf nicht automatisch ausschließlich der Suchanzeige zugerechnet werden. Dokumentieren Sie die Zuordnungsregel vor dem Test.
Die Vergleichsgruppen benötigen möglichst ähnliche Objektgrößen, Projektzeitpunkte und Vertriebsbetreuung. Drei Abschlüsse in einer Gruppe sind keine belastbare Rangliste für ganz Deutschland. Lesen Sie Ergebnisse deshalb gemeinsam mit der Fallzahl und den noch offenen Angeboten. Die passenden Definitionen stehen im Beitrag Kennzahlen im Handwerksbetrieb richtig messen.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete 2024 für April 2024 rund 3,4 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland, bezogen auf die dortige Erfassung netzeinspeisender Anlagen. Der Zensus 2022 ermittelte rund 43,1 Millionen Wohnungen; diese Zahl umfasst auch vermietete Wohnungen und ist kein direkt nutzbarer PV-Adressmarkt. Die Bundesnetzagentur berichtete 2025 über rund 99,3 GW installierte Solarleistung zum Jahresende 2024. Keine dieser Bestandszahlen ersetzt Ihre lokale Kanalrechnung oder bildet automatisch die Marktlage im September 2026 ab.
Bewertungsmatrix der Kanäle
Für das offengelegte Rechenbeispiel stehen Empfehlungen auf Rang 1 und eigene Suchanzeigen auf Rang 2. Die Punktwerte sind redaktionelle Modellbewertungen, keine Marktstudie; 5 Punkte bedeuten günstiger beziehungsweise besser steuerbar oder skalierbar.
Die Kostenbewertung folgt ausschließlich dem Modell: 600 € ergeben 5 Punkte, 750 € ergeben 4 Punkte und 1.000 € ergeben 3 Punkte. Steuerbarkeit meint Einfluss auf Zielgruppe und Ansprache, Skalierbarkeit die Erweiterbarkeit ohne alleinige Abhängigkeit von vorhandenen Kunden. Die Gesamtnote ist ein Punktwert aus 60 % Kostenbewertung sowie jeweils 20 % Steuerbarkeit und Skalierbarkeit. Alle Methoden nutzen denselben 3.000-€-Budgetrahmen; reale Tarifpakete werden hier nicht verglichen.
| Kanal | Kosten je Auftrag / Punkte | Steuerbarkeit | Skalierbarkeit | Gesamtnote, max. 5 |
|---|---|---|---|---|
| Empfehlungen | 600 € / 5 | 2 | 2 | 3,8 |
| Eigene Suchanzeigen | 750 € / 4 | 4 | 3 | 3,8 |
| Eigene Briefe | 1.000 € / 3 | 5 | 3 | 3,4 |
| Exklusive Leads | 1.000 € / 3 | 3 | 3 | 3,0 |
| Vorqualifizierte Leads | 1.000 € / 3 | 3 | 3 | 3,0 |
| Geteilte Portal-Leads | 1.000 € / 3 | 2 | 4 | 3,0 |
Bei Punktgleichheit entscheidet zuerst der niedrigere modellierte Auftragspreis, danach die Steuerbarkeit. Damit folgen Briefe auf Rang 3, exklusive und vorqualifizierte Leads gemeinsam auf Rang 4 und geteilte Leads auf Rang 6. Die Empfehlung für den Betrieb bleibt bedarfsabhängig: Ohne ausreichende Empfehlungen kann Rang 1 Ihre freien Montagekapazitäten nicht zuverlässig füllen. Wer die Modellquoten ändert, muss die Rangfolge neu berechnen.
Transparenzhinweis zum Anbieterfeld
Transparenzhinweis: Postry ist unser eigenes Produkt; die Angaben zu anderen Anbietern stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen. Der Vergleich trennt deshalb eingekaufte Anfragen von Adressauswahl und Briefversand, statt diese als gleichartige Leads zu verkaufen.
Anfragenfluss unterscheidet zwischen geteilten Portal-Leads und exklusiven Anfragen unter eigener Marke, nach Anbieterangaben, Stand September 2026; der bereitgestellte Vergleichsartikel wurde am 26.08.2026 aktualisiert. pv-auftraege.de bewirbt exklusive regionale PV-Leads mit SMS-Verifizierung und einem Partner je PLZ-Gebiet, nach Anbieterangaben, Stand September 2026. Eine SMS-Verifizierung belegt jedoch weder Dachstatik noch Kaufentscheidung. Aktuelle konkrete Tarifpreise sind im vorliegenden Recherchematerial nicht öffentlich einsehbar; die redaktionelle Einordnung lautet daher Preis auf Anfrage.
Grenzen von Postry: Wann passt ein anderer Weg besser?
Postry passt nicht als Ersatz für sofort verfügbare, bereits interessierte Privatkundenanfragen oder als Werkzeug zur Ermittlung von Eigentümernamen. Für kurzfristigen Nachfragebedarf sind Portal-Anfragen der passendere Test; für reine Bestandspflege genügt häufig das bereits vorhandene CRM.
Auch ein sehr kleines Zielgebiet kann gegen eine laufende Software sprechen. Bei 40 Briefen im Monat entfallen im Start-Paket allein 7,48 € Softwarekosten auf jeden Brief, gerundet aus 299 € geteilt durch 40; Versand und Arbeit kommen hinzu. Der Umfang von 40 Briefen ist eine Rechenannahme, keine universelle Rentabilitätsgrenze. Eine manuell gepflegte Auswahl kann bei solchem Umfang wirtschaftlicher sein.
Postry belegt anhand der bereitgestellten Plattformauswertung keine Überlegenheit bei Abschlussquote oder Umsatz. Zur Datenbasis gehören 35.432 geprüfte Gebäude; der geschätzte Anteil von Mehrfamilienhäusern ab 3 Einheiten beträgt dort 6,6 %. Das ersetzt keine Prüfung des konkreten Entscheiders. Prüfen Sie die Methodik der Gebäudeauswertung und starten Sie nur dann einen Gebietstest, wenn Sie Rückmeldungen zeitnah fachlich bearbeiten können.
Auftragsbedarf aus der Montageplanung bestimmen
Legen Sie fest, wie viele zusätzliche Aufträge Ihre Mannschaft tatsächlich ausführen kann. Rechnen Sie benötigte Anfragen aus Zielaufträgen geteilt durch die bisher gemessene Abschlussquote.
Vollkostenlimit aus dem Deckungsbeitrag ableiten
Ermitteln Sie den Deckungsbeitrag vor Akquise und reservieren Sie daraus einen vertretbaren Akquisebetrag. Berücksichtigen Sie auch erfolglose Vertriebsarbeit und externe Betreuungskosten.
Portalangebot und Briefkalkulation getrennt prüfen
Verlangen Sie vom Portal Preis, Vergabemodell, Kontaktbefugnis und Reklamationsregeln schriftlich. Kalkulieren Sie für Briefe Software, Adressprüfung, Druck und Versand sowie Arbeitsstunden.
Vergleichsgruppen und Herkunft festlegen
Verwenden Sie ähnliche Zielgebiete und ein einheitliches Angebotsverfahren. Definieren Sie vor dem Start, wie Kontakte mit mehreren Werbeberührungen zugeordnet werden.
Kontaktaufnahme rechtlich absichern
Dokumentieren Sie die Interessenabwägung für Briefwerbung und prüfen Sie Einwilligungen für Telefon oder E-Mail. Führen Sie eine Sperrliste für Widersprüche und stellen Sie die erforderlichen Datenschutzinformationen bereit.
Anfragen fachlich qualifizieren
Klären Sie Entscheidungsbefugnis, Dachzustand und Projektzeitplan, bevor Sie aufwendige Angebote erstellen. Trennen Sie eine technische Ertragsschätzung von einer verbindlichen Anlagenplanung.
Nach einheitlichem Zeitraum entscheiden
Nutzen Sie 90 Tage als Planungsrichtwert und berücksichtigen Sie noch offene Angebote im gleichen Nachbeobachtungsfenster. Erhöhen Sie das Budget nur, wenn Vollkosten und verfügbare Montagekapazität zusammenpassen.
Vergleich der Alternativen
| Methode und Vergleichsbasis | Kosten je Kontakt | Kosten je Auftrag | Aufwand | Passender Einsatzfall |
|---|---|---|---|---|
| Geteilte Portal-Leads; 3.000 € Modellbudget, kein Tarif | 50 € je Anfrage | 1.000 € | Kontaktbefugnis prüfen, Anfragen bearbeiten | Kurzfristig zusätzliches Interesse bearbeiten |
| Exklusive Leads; 3.000 € Modellbudget, kein Tarif | 100 € je Anfrage | 1.000 € | Vergaberegel und Projektqualität prüfen | Direkte Mehrfachvermittlung begrenzen |
| Eigene Briefe; 3.000 € Modellbudget, Postry Start berücksichtigt | 2 € je Gebäudeadresse | 1.000 € | Gebiet auswählen, Versand und Rückmeldungen bearbeiten | Eigenes Einzugsgebiet aufbauen |
| Eigene Suchanzeigen; 3.000 € Modellbudget, kein Tarif | 75 € je Anfrage | 750 € | Suchbegriffe, Landingpage und Auftragszuordnung betreuen | Vorhandene Suchnachfrage unter eigener Marke erreichen |
| Empfehlungen; 3.000 € Modellbudget, kein Tarif | 150 € je Anfrage | 600 € | Kundenbeziehung pflegen, freiwillige Empfehlung ermöglichen | Im Modell niedrigste Kosten je Auftrag, begrenzte Planbarkeit |
Regionale Hinweise Deutschland
- Begrenzen Sie das Vertriebsgebiet anhand wirtschaftlicher Anfahrt und Montageplanung, nicht ausschließlich anhand von Bundeslandgrenzen.
- Eine zugesagte PLZ-Exklusivität betrifft die vereinbarte Vermittlung; sie verhindert keine eigenständigen Anfragen des Haushalts bei anderen Betrieben.
- Kommunale Gestaltungsvorgaben und Denkmalschutz können ein PV-Projekt trotz passender Dachausrichtung begrenzen; prüfen Sie den konkreten Standort vor verbindlichen Zusagen.
Glossar
Begriffe kurz erklärt
- Geteilter Solar-Lead
- Eine Anfrage zu einem PV-Projekt, die ein Vermittler an mehrere Betriebe weitergibt. Wie viele Empfänger vorgesehen sind, muss aus der Vereinbarung hervorgehen.
- Exklusiver Solar-Lead
- Eine Anfrage, die ein Vermittler nach der vereinbarten Exklusivitätsregel nur einem Betrieb bereitstellt. Eigene zusätzliche Anfragen des Interessenten werden dadurch nicht ausgeschlossen.
- Telefonische Vorqualifizierung
- Eine vorgeschaltete telefonische Prüfung festgelegter Projektmerkmale. Sie belegt nur die tatsächlich abgefragten Kriterien und ist keine Abschlussgarantie.
- Customer Acquisition Cost
- Customer Acquisition Cost, kurz CAC, bezeichnet die zurechenbaren Akquisekosten geteilt durch die gewonnenen Neukunden. Für einen fairen Vergleich gehören auch Arbeitszeit und erfolglose Kontaktbearbeitung in die Kostenbasis.
- Abschlussquote
- Der Anteil gewonnener Aufträge an einer ausdrücklich definierten Ausgangsmenge. Bei PV-Akquise muss klar sein, ob diese Menge Anfragen, qualifizierte Gespräche oder lediglich angeschriebene Adressen umfasst.
- Deckungsbeitrag vor Akquise
- Der Auftragsumsatz abzüglich der in der Kalkulation angesetzten variablen Leistungskosten, bevor Akquisekosten abgezogen werden. Er setzt eine Obergrenze, aus der zusätzlich Fixkosten und Gewinn finanziert werden müssen.
- Gebäudetrigger
- Ein erkennbares Objektmerkmal, das einen möglichen Anlass zur Ansprache liefert, etwa eine offenbar unbelegte Dachfläche. Der Trigger belegt weder Kaufabsicht noch Eigentümerstatus.
- Spezifischer PV-Ertrag
- Der jährliche Stromertrag einer PV-Anlage bezogen auf ihre installierte Leistung, angegeben in kWh/kWp. Standort, Ausrichtung und Verschattung beeinflussen den tatsächlichen Wert.
Praxis-Tools
Checklisten und Muster-Anschreiben zum Mitnehmen
Direkt einsatzbereit, ohne Anmeldung. Passagen in eckigen Klammern ersetzen und im Namen Ihres Betriebs verwenden.
Muster-Anschreiben
Muster-Anschreiben: Solar auf freiem Süddach
Anschreiben mit konkreter Ertragszahl und QR-Code-Hinweis für Photovoltaik-Betriebe.
Betreff: Ihr Dach in der [Straße] – rechnerisch [9.400] kWh Solarstrom im Jahr
Guten Tag,
wir haben die Dachflächen in Ihrer Straße anhand offener Solardaten ausgewertet. Ihr Dach ist nach Süd-West ausgerichtet, kaum verschattet und bisher ohne Module. Rechnerisch ergeben sich daraus rund [9.400] kWh Stromertrag pro Jahr.
Das entspricht bei aktuellen Preisen etwa [2.800] Euro Ersparnis jährlich – ohne dass Sie Ihr Dach vorher öffnen müssen.
Scannen Sie den QR-Code auf der Rückseite: Dort sehen Sie Ihre Dachfläche, die Ertragsrechnung und können in zwei Minuten einen Termin anfragen.
Freundliche Grüße
[Name], [Betrieb] · Rückfragen direkt: [Telefonnummer]
Arbeitsblatt
Arbeitsblatt: Kampagne durchrechnen
Rechenschema von Briefmenge über Response bis zu Kosten pro Auftrag und Deckungsbeitrag.
- 1.Briefe geplant: ______ Stück
- 2.Kosten je Brief (Druck + Porto): ______ €
- 3.Kampagnenkosten gesamt: Briefe × Kosten = ______ €
- 4.Erwartete Response-Quote: ______ % → Reaktionen: ______
- 5.Terminquote aus Reaktionen: ______ % → Termine: ______
- 6.Abschlussquote aus Terminen: ______ % → Aufträge: ______
- 7.Durchschnittlicher Auftragswert: ______ €
- 8.Umsatz: Aufträge × Auftragswert = ______ €
- 9.Kosten pro Auftrag: Kampagnenkosten ÷ Aufträge = ______ €
- 10.Deckungsbeitrag: Umsatz × Marge − Kampagnenkosten = ______ €
Checkliste
Checkliste: Gebiet richtig eingrenzen
Zehn Punkte, mit denen Sie ein Akquisegebiet vor dem Scan sauber abgrenzen und Fehltreffer vermeiden.
- 1.Fahrzeit vom Betrieb festlegen (Richtwert: maximal 30 Minuten).
- 2.Postleitzahlen oder Umkreis in Kilometern definieren.
- 3.Bebauungstyp wählen: Einfamilienhaus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus.
- 4.Baualtersklasse setzen (z. B. 1975–1995 für Dachsanierung).
- 5.Ausschlusskriterien notieren (Denkmalschutz, Reihenhauszeilen, Gewerbegebiete).
- 6.Mindestgrundstücksgröße festlegen (Pool ab 800 m², Baumpflege ab 1.000 m²).
- 7.Vorhandene Kunden und Bestandsadressen ausschließen.
- 8.Wettbewerbsdichte im Gebiet prüfen.
- 9.Kampagnengröße bestimmen: erst 200–500 Briefe testen.
- 10.Erfolgsziel schriftlich festhalten (Scans, Termine, Aufträge).
FAQ
Häufige Fragen
- Lohnt sich der Kauf von Solar-Leads oder ist eigene Akquise günstiger?
- Entscheidend sind die Vollkosten je Auftrag einschließlich Vertriebszeit. Im offengelegten Rechenbeispiel kosten geteilte Portal-Leads und eigene Briefe jeweils 1.000 € je gewonnenem Auftrag. Portale passen eher zu kurzfristiger Nachfrage, eigene Akquise zum Aufbau eines dauerhaft bearbeiteten Gebiets.
- Was kostet ein exklusiver Photovoltaik-Lead in Deutschland?
- Das vorliegende Recherchematerial enthält keinen belastbaren aktuellen Preisbereich für Deutschland. Verlangen Sie ein schriftliches Angebot mit Vergabemodell, Region und Reklamationsregeln. Die im Artikel verwendeten 100 € je exklusiver Anfrage sind ein Vollkosten-Richtwert des Rechenmodells, kein Einkaufspreis und kein Marktmittelwert.
- Wie viele Anfragen braucht ein Solarbetrieb pro Monat über Leadportale?
- Teilen Sie die gewünschte Zahl zusätzlicher Aufträge durch Ihre gemessene Abschlussquote. Für 12 Aufträge benötigen Sie bei angenommenen 5 % Abschlussquote 240 Anfragen, bei 10 % dagegen 120. Beide Quoten sind Rechenannahmen, keine Branchenwerte.
- Sind geteilte Leads bei PV-Projekten schlechter als exklusive Leads?
- Geteilte Leads sind nicht grundsätzlich weniger geeignet, können aber mehr Angebotskonkurrenz und Bearbeitungsaufwand erzeugen. Exklusivität bedeutet lediglich, dass der betreffende Vermittler die Anfrage nach seiner Vereinbarung nicht mehrfach weitergibt. Der Interessent kann trotzdem selbst andere Solarbetriebe kontaktieren.
- Welche Leadquelle bringt die höchste Abschlussquote bei Photovoltaik?
- Eine allgemein höchste Abschlussquote lässt sich aus den bereitgestellten Daten nicht belegen. Empfehlungen erreichen im Artikel nur aufgrund offengelegter Modellannahmen den niedrigsten Auftragspreis. Vergleichen Sie dieselbe Zielgruppe und denselben Nenner, beispielsweise qualifizierte Interessenten statt Briefe gegen Portal-Anfragen.
- Wie baue ich eigene PV-Kundengewinnung mit Google Ads auf?
- Begrenzen Sie Anzeigen auf Ihr Liefergebiet und auf Suchanfragen mit passender Kaufabsicht. Nutzen Sie eine eigene Angebotsseite und erfassen Sie die Herkunft bis zum Auftrag. Bewerten Sie qualifizierte Anfragen und Vollkosten, nicht allein Klicks oder Formularsendungen.
- Welche Fehler machen Betriebe beim Kauf von Solar-Leads?
- Häufige Prüfprobleme sind unklare Mehrfachvergabe, fehlende Nachweise zur Kontaktbefugnis und nicht definierte Reklamationen. Wirtschaftlich verzerrt außerdem das Weglassen eigener Arbeitszeit den Vergleich. Zehn nicht erfasste Stunden zu angenommenen 50 €/Stunde unterschätzen den Aufwand bereits um 500 €.
- Wie erkenne ich seriöse Leadportale für Photovoltaik?
- Prüfen Sie ein vollständiges Impressum, transparente Vertragsbedingungen und nachvollziehbare Angaben zur Herkunft der Anfragen. Lassen Sie sich Kontaktbefugnis, Vergabemodell sowie Regeln für Dubletten und falsche Kontaktdaten dokumentieren. Eine SMS-Verifizierung allein belegt weder Eigentümerstatus noch Kaufbereitschaft.
- Darf ich Eigentümer nach einem PV-Werbebrief anrufen?
- Ein versandter Brief erlaubt keinen anschließenden Werbeanruf an eine Privatperson. Dafür verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Ein konkret gewünschter Rückruf auf eine Anfrage ist von ungefragter Telefonwerbung zu unterscheiden.
- Liefert Postry Eigentümernamen und garantierte Solar-Aufträge?
- Postry liefert Gebäudeadressen und Bewertungen, keine öffentlich abrufbaren Eigentümernamen und keine garantierten Aufträge. Die Plattformauswertung vom 23.09.2026 umfasst 35.432 geprüfte Gebäude, aber keine belegten Kampagnen-Abschlussquoten. Ob eine erkannte Dachfläche technisch und wirtschaftlich geeignet ist, muss der Betrieb prüfen.
Behandelte Themen
Quellen und Belege
- https://anfragenfluss.de/neuigkeiten/beste-pv-lead-anbieter-vergleich
- https://www.agenturmarkt.de/magazin/die-10-besten-anbieter-fur-photovoltaik-leads-in-deutschland-2026
- https://andreas-may.com/photovoltaik-leads-kaufen/
- https://www.leadfluss.de/blog/solar-leads-kaufen
- https://leadfy.ai/solar-leads/deutschland/
- https://www.hntmedia.de/post/wo-kannst-du-die-besten-pv-leads-kaufen
- https://energy-leads.com/
- https://anfragenfluss.de/neuigkeiten/photovoltaik-leads-kaufen-anbieter-vergleich
- https://derbauherr.de/die-besten-plattformen-um-pv-leads-zu-kaufen/
- https://www.unitedleads.de/
- https://www.linkedin.com/company/enerleads-gmbh
- Auswertung der Postry-Plattform, Stand 23.09.2026
Angaben zu Kosten, Quoten und Fristen sind Erfahrungs- und Marktwerte. Bitte für den eigenen Betrieb und das eigene Bundesland prüfen. Es gelten unsere Redaktionsrichtlinien.
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